Szenario Gesamtmarkt: Nach der Rally zum Monatsauftakt läuft im SMI eine Konsolidierung im Bereich um 8800 Punkte. Angesichts des überhitzten Chartbilds könnte sich diese Bewegung durchaus noch fortsetzen. Ungeachtet dessen ist der Weg zur psychologisch wichtigen 9000er-Marke aus technischer Sicht frei. Zuletzt bewegte sich der SMI im November 2007 über dieser Schwelle. Sollte der Index vor dem Angriff auf diese alten Hochs doch noch unter Druck geraten, bestehen bei 8750 respektive 8700 Zählern technische Haltelinien.

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Das Produkt: Einfach und effektiv können sich Anleger mit Tracker-Zertifikaten an der Gipfeljagd der heimischen Blue Chips beteiligen. Sie geben den Verlauf des Basiswertes eins zu eins wieder. Aus den an der SIX kotierten Varianten sticht ein Open-End-Produkt (ISIN DE0008223512) der Deutschen Bank hervor. Auf Sicht von fünf Handelstagen zeigt das Derivat einen durchschnittlichen Spread von 0,12 Prozent. Da diese Produkte ohne Gebühren auskommen, stellt die Geld-/Briefspanne eine zentrale Kostenkomponente dar.

Greenback – von einem Jahreshoch zum nächsten

Szenario Einzelwert: Die überraschende Zinssenkung der Europäische Zentralbank hat die Dollar-Rally weiter angefacht. In Relation zum Franken kletterte der Greenback wenige Tage nach dem EZB-Beschluss mit 0,9369 auf das höchste Niveau seit einem Jahr. In der kommenden Woche stehen erneut die Notenbanken im Fokus. Zunächst endet am Mittwochabend die zweitägige Sitzung der US-Fed. In der anschliessenden Pressekonferenz könnte deren Chefin, Janet Yellen, den Märkten einen konkreteren Zeitplan für die erste Zinserhöhung seit Mitte 2006 an die Hand geben.

Derweil ist tags darauf eine Reaktion der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf den jüngsten EZB-Paukenschlag möglich. Neben einer Anhebung des Euro-Mindestkurses könnte sie die Einführung eines negativen Leitzinses beschliessen. Tritt dieses Szenario ein, ist es möglich, dass sich die Aufwärtsfahrt des Greenbacks gegenüber dem Franken abermals beschleunigen wird.

Das Produkt: Mit einem Mini-Future Long (ISIN CH0138605826) der Bank Vontobel können Anleger auf weitere Avancen des FX-Duos USD/CHF setzen. Das Open-End-Produkt nimmt aktuell mit einem Hebel von 9,4 an Zugewinnen des US-Dollars teil. Gefahr ist im Anzug, falls der Greenback nach unten dreht. Dann würde das Derivat überproportional an Wert verlieren. Der Stop Loss liegt momentan bei 0.8559 Franken. Sollte der Basiswert auf diese Marke abtauchen, würde der Mini-Future vorzeitig verfallen. In diesem Szenario müssten sich Anleger mit einem kleinen Restwert begnügen.