Szenario Gesamtmarkt: Der an dieser Stelle vor einer Woche thematisierte Impuls ist beim SMI eingetreten. Der Leitindex löste die skizzierte Dreiecksformation mit einer kräftigen Abwärtsbewegung auf. Nachdem die Benchmark unter die runde Marke von 8500 Punkten gefallen war, kam es zu einer Verkaufswelle. Sie drückte den SMI annähernd 300 Zähler in die Tiefe. Erst im Unterstützungsbereich oberhalb von 8200 Punkten beruhigte sich die Lage. Der charttechnische Flurschaden ist dennoch gross. Er besteht darin, dass der SMI unter die 200-Tage-Linie gerutscht ist und dass der übergeordnete Aufwärtstrend wankt. Zunächst könnte es angesichts eines überverkauften Chartbilds dennoch zu einem Rebound nach oben kommen.

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Das Produkt: Kurzfristig orientierte Trader können mit einem Mini-Future Long (ISIN CH0214852086) der Bank Vontobel darauf setzen, dass der SMI in den kommenden Tagen Boden gutmachen kann. Das strukturierte Produkt bringt aktuell einen Hebel von rund zehn mit. Mit 7595 Punkten liegt der dynamische Stop-Loss knapp 9 Prozent unter dem Kurs des Index. Dennoch verliert der Mini-Future überproportional an Wert, falls die Korrektur beim SMI weitergeht. Insofern sollten diese Spekulation nur besonders mutige Anleger eingehen.

Commerzbank – auf dem Weg der Besserung

Szenario Einzelwert: Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wollte kaum ein Investor eine Wette auf eine schnelle Genesung der Commerzbank eingehen. Während sich der DAX in den vergangenen drei Jahren um mehr als die Hälfte verteuerte, steht für den Bank-Valor ein dickes Minus zu Buche. Jedoch zeigte das Papier zuletzt immer wieder kurzfristige Aufwärtstendenzen. Nicht ohne Grund, wie die jüngsten Zahlen zeigen. Die Commerzbank kommt mit ihren Restrukturierungen deutlich schneller voran, als dies gedacht worden war. So stecken beispielsweise in der internen Bad Bank nun nur noch 92 Milliarden Euro. Das hatte das Institut ursprünglich erst in zweieinhalb Jahren erreichen wollen. Insgesamt konnte die Commerzbank den Vorsteuergewinn im zweiten Quartal auf 257 Millionen Euro vervierfachen.

Das Produkt: Übermässige Kursavancen sind gar nicht vonnöten, um mit dem relativ neuen Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0244602410) der Bank Vontobel die Maximalrendite von 10,5 Prozent p.a. erzielen zu können. Dazu reicht es aus, wenn sich der DAX-Titel bis zum 21. August 2015 über der Barriere von 8,21 Euro hält. Dies entspricht aktuell einem Risikopuffer von mehr als einem Fünftel. Sollte es zu einer Barrierenverletzung kommen, hängt die Rückzahlung des Nominalwertes vom Kursverlauf der Commerzbank-Aktie ab.