Swatch kostet an der Börse 16 Milliarden Franken. ABB bringt es auf einen Börsenwert von 47 Milliarden Franken, UBS sogar auf eine Marktkapitalisierung von 62 Milliarden Franken. Und doch sind das alles ganz kleine Fische.

Eine Aufstellung von Ernst & Young hat wieder einmal deutlich aufgezeigt: US-Firmen sind an Wert nicht zu übertreffen. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung führt Apple mit einem Börsenwert von 560,3 Milliarden Dollar die Liste der teuersten Unternehmen der Welt ganz vorne an. Die Dominanz der USA ist eindeutig: Auf Apple folgen sechs weitere US-Companies mit einer Marktkapitalisierung zwischen 432,4 und 276,8 Milliarden Dollar: Exxon, Google, Microsoft, Berkshire Hathaway, Johnson & Johnson sowie Wells Fargo.

Börsenwert: Erstmals ein Schweizer Titel unter den Top Ten

Erst auf Platz acht folgt mit Royal Dutch Shell, mit einem Börsenwert von 269,7 Milliarden Dollar, die erste nichtamerikanische Firma. Platz neun hingegen belegt mit General Electric und einem Marktwert von 263,5 Milliarden Dollar schon wieder ein US-Unternehmen. Das Novum: Erstmals rangiert ein Schweizer Konzern unter den Top Ten: Roche. Der Pharmariese bringt es auf einen Börsenwert von 256,2 Milliarden Dollar.

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«Nice to know», schön zu wissen – Anleger können das Ranking zu ihrem Vorteil nutzen. Betrachtet man nämlich die Kursentwicklung der zehn globalen Börsenschwergewichte, wird schnell deutlich: Die Kolosse laufen besser als der breite Aktienmarkt.

Börsenschwergewichte laufen besser als der breite Aktienmarkt

Spitzenreiter im Performance-Ranking der letzten ein und drei Jahre sind Apple und Google. Apple, Hersteller von Smartphones, schaffte auf Jahressicht ein Plus von 58 Prozent und in drei Jahren Kursgewinne von 86 Prozent, Google kam auf Jahressicht auf 30 und über drei Jahre auf 112 Prozent. Der Vergleichsindex Dow Jones brachte in denselben Zeitraumbetrachtungen lediglich auf 13 und 34 Prozent.

Besser als der weltweite Leitindex waren in den letzten zwölf Monaten und drei Jahren aber auch Microsoft mit +18 und +62 Prozent, Berkshire Hathaway mit +14 und +66 Prozent, Johnson & Johnson mit +19 und +56 Prozent, Wells Fargo mit +24 und +86 Prozent und General Electric mit einer Performance von +13 und +36 Prozent.

Die Outperformance ist eindeutig

Damit schnitten in den letzten ein und drei Jahren sieben der acht US-Top-Ten-Börsenkolosse besser ab als der Dow Jones. Lediglich Exxon Mobil lag mit 11 und 26 Prozent leicht hinter dem Index zurück.

Eine Outperformance gegenüber dem Markt schaffte aber auch Roche. Zwar nicht in den letzten zwölf Monaten, aber dafür auf Sicht von drei und zehn Jahren. Während der SMI in den beiden Zeitabschnitten Wertsteigerungen von 37 und 55 Prozent gebracht hatte, waren es bei Roche 80 und 59 Prozent. Da der Pharmakonzern jedoch auch regelmässig Dividenden im Bereich von rund 3 Prozent auszahlt, kam das SMI-Mitglied aus Basel insgesamt mit rund 90 Prozent auch in den letzten zehn Jahren auf eine klare Outperformance gegenüber dem Schweizer Aktienmarkt von mehr als 40 Prozentpunkten.

Teure Unternehmen: Klare Favoriten für die Anleger

Wie Exxon Mobil war übrigens auch Royal Dutch Shell, der einizge Top-Ten-Koloss, in den letzten drei Jahren schlechter als der Vergleichsindex – hier der FTSE 100. Das mag wohl am Ölgeschäft liegen.

Abgesehen von den beiden Ölkonzernen: Es lohnt sich also, auf Börsenschwergewichte zu setzen. Insbesondere auf Sicht von einigen Jahren konnten diese den Markt deutlich abhängen. Rechnet man die in der Regel nachhaltigen Dividenden, oft 2 oder 3 Prozent im Jahr, mit ein, tritt die Outperformance noch deutlicher hervor.

Teure Aktie – das sind die zuverlässigsten Performer

Die Beteiligungsgesellschaft des Star-Investors Warren Buffett lässt den Dow Jones seit Jahresanfang, bezüglich der Zeitrahmen von einem und drei Jahren und auch im Zehnjahreszeitraum, hinter sich zurück. Value-Investing ist eben der langfristig erfolgreichste Investmentstil. Anleger mit einem langen Zeithorizont steigen ein. Wem die 190'000 Dollar für die Berkshire-A-Aktie zu viel sind, der greift zur 130-Dollar-B-Aktie.

Drogerie und Kosmetik – Gesundheit ist einfach ein Thema, das immer läuft. Zur klaren Outperformance gegenüber dem Dow Jones seit Januar und in einem Zeitraum von drei und zehn Jahren gibt es bei diesem Dow-Jones-Mitglied regelmässig hohe Dividenden im Bereich von 3,0 Prozent.

Der Finanzdienstleister liess den Dow Jones in den genannten vier Betrachtungszeiträumen ebenfalls klar hinter sich zurück. Auch beim Konzern aus San Francisco steigen Anleger mit mittel- bis langfristigem Zeithorizont ein. Technisch orientierte Anleger setzen kurzfristig auf ein Abprallen der Notierung von der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends. Diese verläuft bei rund 52 Dollar.