Während einerseits Obligationen im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum mehr Rendite bringen, steigt jene von Gewinnbeteiligungen bei Unternehmen auf ein Rekordniveau. Laut aktuellem Henderson-Global-Dividend-Index summierten sich die rund um den Globus gezahlten Dividenden von Juli bis September auf 288,1 Milliarden US-Dollar. Das war so viel wie nie zuvor in einem dritten Quartal.

«2014 wird ein neues Rekordjahr für die Dividenden», meint auch Alex Crooke, Head of Global Equity Income bei Henderson Global Investors. Er erwartet einen Anstieg der globalen Ausschüttungen auf 1,2 Billionen Dollar und rechnet für das kommende Jahr mit einer weiteren Steigerung. «Eine globale Strategie der dividendenorientierten Aktienanlage bietet Anlegern eine attraktive Kombination von Chance und Diversifikation», gibt sich der Experte überzeugt.

Index mit 20 Top-Werten bei Dividenden

Eben hier setzt Vontobel an. Bis zum 5. Dezember bietet die Privatbank ein Tracker-Zertifikat auf den Solactive-European-High-Dividend-Low-Volatility-Index zur Zeichnung an. Mit der zugrunde liegenden Benchmark soll die Suche nach attraktiven Dividendenpapieren optimiert werden.

Dabei trifft der Frankfurter Indexspezialist Solactive zunächst eine Vorauswahl von 500 Unternehmen. In diesen Pool schaffen es nur Titel, die bestimmte quantitative Kriterien hinsichtlich Börsennotiz, Grösse, Handelbarkeit und Liquidität erfüllen. Darüber hinaus müssen sie profitabel sein und dürfen ihre Gewinnbeteiligung über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht gekürzt haben.

In einem nächsten Schritt ist die Methodik auf die 40 Valoren mit der höchsten erwarteten Dividendenrendite fokussiert, damit diese anschliessend nach dem historischen Wachstum der Ausschüttung sortiert werden können. Von den 30 besten Aktien ziehen die 20 mit der tiefsten Volatilität in den Index ein. Mit dieser letzten Hürde möchte Solactive dem Börsenbarometer die nötige Stabilität geben.

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Die Schweiz ist nur mit Swiss Re vertreten

In der Startaufstellung des Index geben britische Valoren den Ton an. Knapp zwei von drei Mitgliedern sind auf der Insel beheimatet. Dazu zählt beispielsweise der Versicherer Standard Life. Mit Swiss Re schaffte es nur ein heimisches Unternehmen durch das strenge Raster. Der SMI-Konzern punktet unter anderem mit einer erwarteten Dividendenrendite von 6,7 Prozent. Hinsichtlich der Sektoren ist die Benchmark breit gestreut.

Die 20 enthaltenen Gesellschaften stammen aus acht verschiedenen Wirtschaftszweigen, wobei die Bereiche Versorger, Finanzen und Konsumdienstleister mit einer Gewichtung von zusammen knapp zwei Dritteln dominieren. In der historischen Simulation kann der Solactive-European-High-Dividend-Low-Volatility-Index überzeugen. Auf Sicht von fünf Jahren hängt er vergleichbare Gradmesser deutlich ab und zeigt zudem eine relativ geringe Kursschwankungsbreite.

Globale Auswahl

Abgesehen von der mit landesspezifischen Risiken verbundenen geografischen Konzentration auf Grossbritannien liefert Solactive hier wieder einmal einen ordentlich gestrickten Basiswert. Für Anleger ist das eine weitere Möglichkeit, um ohne Laufzeitbegrenzung an einer Dividendenstrategie partizipieren zu können. Bereits seit Mai 2012 zählt ein vergleichbarer Ansatz zum Produktfundus der UBS. Damals lancierte die Grossbank einen Tracker auf den Global-Quality-Dividend-Payers-Index.

Für die Auswahl ist das Research-Team der UBS Investment Bank zuständig. Die Experten machen sich regelmässig auf die Suche nach dividenden- und substanzstarken Aktien. Zugleich zielt das Barometer auf eine breite Diversifikation ab. Der Index zeigt historisch betrachtet ebenfalls eine deutliche Outperformance gegenüber dem breiten Aktienmarkt.

Heimische Dividendenstars

Eine satte Überrendite steht auch für einen Tracker von J. Safra Sarasin zu Buche. Bereits seit acht Jahren bietet die Privatbank eine Positionierung im Dow-Jones-Switzerland-Select-Dividend-20-Index an. Zu den dividendenstärksten Aktien der Schweiz zählen nach der Methodik dieses Gradmessers vor allem Finanztitel. Der Sektor steuerte per Ende Oktober 63,6 Prozent bei und stellte mit Swiss Re, Zurich, BCV und Swiss Prime Site auch die vier Schwergewichte. Unter den Top 10 des Index sind lediglich drei Unternehmen zu finden, die nicht aus dem Finanzbereich stammen: Kühne & Nagel, Swisscom und Novartis.

 

Tracker-Zertifikat auf den Solactive-European-High-Dividend-Low-Volatility-Index (ISIN CH0241730081)

Vontobel bietet die Neuemission in der Indexwährung Euro und bis zum 5. Dezember auch in Franken (ISIN CH0241730073) zur Zeichnung an. Bei beiden Varianten ruft die Privatbank einen nicht gerade günstigen Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent auf. Hinzu kommt eine laufende Managementgebühr von jeweils 1,2 Prozent p.a. Im Gegenzug können sich Anleger eine aussichtsreiche Dividendenstrategie ins Depot holen, deren historische Simulation überzeugt.

Die UBS setzt bei diesem Indexkonzept auf das hauseigene Research. Die Experten stellen eine Auswahl an Unternehmen zusammen, die neben einer attraktiven Dividendenrendite typische Merkmale für substanzstarke Titel zeigen. Dieser Prozess führt zu einer Auswahl mit 30 internationalen Aktien. Gegen eine Managementgebühr von 1,0 Prozent p.a. bietet die UBS eine laufzeitunbegrenzte Positionierung im Index an.

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Bereits seit 2006 zählt dieses Derivat zum Sarasin-Angebot. Es bildet eine auf heimische Dividendenaktien ausgerichtete Benchmark ab. Einmal jährlich gibt die Emittentin 60 Prozent der von den Indexmitgliedern geleisteten Ausschüttungen an die Produktinhaber weiter. Mit dem Rest finanziert J. Safra Sarasin die laufenden Kosten des Zertifikats und veranschlagt dafür nicht einmal Managementgebühren.

An der SIX Structured Products Exchange sind zahlreiche Zertifikate auf statische Dividenden-Baskets kotiert. Häufig fällt die Laufzeit dieser Derivate recht kurz aus. Eine Ausnahme bildet das Leonteq-Produkt. Das 2011 lancierte Tracker-Zertifikat verfällt erst im September 2021. Im zugrunde liegenden Aktienkorb sind elf Blue Chips zu finden. Dazu zählen beispielsweise die DAX-Mitglieder Allianz, BASF und Deutsche Post. Seit der Emission verteuerte sich der pfandbesicherte Tracker um mehr als die Hälfte. Damit schnitt die Auswahl ein Stück besser ab als der breite europäische Aktienmarkt.