Szenario Gesamtmarkt Erstmals seit Mitte August hat der SMI in dieser Woche die 9000-Punkte-Marke wieder übersprungen. Da in diesem Bereich die 200-Tage-Linie zu finden ist, überrascht es nicht, dass der Leitindex nach seinem Vorstoss bis zu 9037 Zählern zunächst zurücksetzte. Sollte der Index das skizzierte Widerstandsareal im zweiten Anlauf aber hinter sich lassen, wäre der Weg bis 9100 Punkte frei. Aus fundamentaler Sicht bremsten in den vergangenen Tagen die enttäuschenden Quartalszahlen von Adecco und vor allem UBS den heimischen Leitindex aus. Die jüngere Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Märkte solche Negativnachrichten rasch abschütteln können. Zumal die Aussicht auf weitere Geldspritzen durch die Europäische Zentralbank ein starkes Argument für weitere Kursavancen von Aktien ist.

Das Produkt So mancher Anleger setzt offenbar mit einem Knock-out Call Warrant (ISIN CH0295199100) der ZKB auf eine Jahresendrally. Jedenfalls verzeichnete dieses spekulative Derivat in den vergangenen Tagen hohe Handelsumsätze. Das eine Woche vor Heiligabend auslaufende Produkt partizipiert mit einem Hebel von aktuell 17,8 überproportional an steigenden Kursen des SMI. Sollte der Index den Rückwärtsgang einlegen, drohen allerdings hohe Verluste. Falls der Basiswert gar auf den Knock-out bei 8500 Punkten zurücksetzt, verfällt der Warrant vorzeitig, und Anleger gehen leer aus.

Facebook – ein Highlight der US-Berichtssaison

Szenario Einzelwert Allen Unkenrufen zum Trotz spielt Facebook im Medienverhalten von immer mehr Menschen eine wichtige Rolle. Im dritten Quartal waren erstmals mehr als eine Milliarde Anwender täglich in diesem sozialen Netzwerk aktiv. Insgesamt haben sich mittlerweile sogar 1,55 Milliarden Nutzer angemeldet, die ihren Account regelmässig öffnen – 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Kein Wunder, dass diese gigantische Reichweite viele Werbetreibende anlockt. Im dritten Quartal verbuchte Facebook einen Umsatzsprung von 40 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen annähernd drei Viertel auf Anzeigen, die auf Mobil-Geräten geschaltet wurden. Zwar kam das Unternehmen beim Gewinn nur unterproportional um 11 Prozent voran, mit 891 Millionen Dollar übertraf der Überschuss die Erwartungen dennoch deutlich. Offenbar nehmen Anleger dem Unternehmen die stark steigenden Kosten nicht übel: Die Facebook-Aktie markierte nach der Zahlenvorlage ein Allzeithoch. Gleichwohl lässt sich nach den jüngsten Avancen – allein seit Anfang Oktober beträgt das Kursplus knapp 16 Prozent – eine Überhitzung nur mehr schwer von der Hand weisen.

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Das Produkt Zusammen mit der relativ hohen Volatilität des Nasdaq-Titels spricht diese Konstellation für einen neuen Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0292583389) der Bank Vontobel. Unter der folgenden Voraussetzung wirft das auf US-Dollar lautende Produkt Ende November 2016 eine Rendite von 6,8 Prozent p.a. ab: Facebook fällt bis dahin nicht auf oder unter die Barriere bei 68,28 Dollar. Aktuell verfügt der Basiswert bei einem Kurs von rund 104 Dollar damit über einen Risikopuffer von rund 35 Prozent. Falls es dennoch zu einer Schwellenverletzung kommen sollte, müssen Anleger mit Abschlägen bei der Tilgung rechnen.