Der Aufschwung setzt sich fort, zumindest im Musterdepot von stocksDIGITAL. Das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für uns geführte Portfolio konnte auch in der letzten Woche zulegen und den SMI dabei erneut abhängen.

Während der breite Schweizer Aktienmarkt bei der Performance YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang – von -9,8 auf -10,9 Prozent abrutschte, kletterte das Depot leicht nach oben und konnte sich dabei YTD von -1,3 auf -0,6 Prozent verbessern. Die Outperformance zum SMI erreicht in diesem Jahr damit einen neuen Rekordwert von 10,3 Prozentpunkten.

St. Galler Kantonalbank – Anleger warten auf die Jahreszahlen

Mehrere Depotwerte zeigten sich dabei unverändert. Beispielsweise auch die Aktie der St. Galler Kantonalbank. Der Kurs des Geldhauses kommt nach dem Sprung über die 400-Franken-Marke derzeit nicht mehr voran. Der Widerstand vom September 2011 und März 2013 bei etwa 415 Franken erweist sich da im Moment als grössere Hürde.

Für Anleger ist dies allerdings kein Grund, jetzt die Flinte ins Korn zu werfen. Denn möglicherweise wird schon die Präsentation des Geschäftsberichts am 31. März oder kurz danach die Generalversammlung, die am 27. April stattfinden wird, neue Impulse geben und die Aktie über den genannten Widerstand treiben. Fällt die 415er-Marke, könnte es sein, dass der Titel ganz schnell in Richtung 440 oder gar 450 Franken laufen wird. Zusätzlichen Schub könnte auch der mögliche Sprung über den Abwärtstrend aus 2010 liefern. Die Aktie der Bank klebt jetzt genau an der oberen Begrenzungslinie dieses Trendkanals.

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VZ Holding – Hoffen auf die Kurswende

Vom Kurssturz Ende Februar etwas erholen, konnte sich VZ Holding. Bei diesem Finanzdienstleister kommen technisch orientierte Anleger derzeit ganz besonders auf ihre Kosten. Denn der Titel notiert nicht nur an der psychologischen Marke und Unterstützung bei 250 Franken, sondern hängt ebenfalls an der oberen Begrenzungslinie seines Abwärtstrends vom Dezember 2015. Möglicherweise kann da schon am 12. April die Generalversammlung einen Schub über die genannten Chartbarrieren hinaus bringen.

Die klaren Kursgewinner und Treiber im Depot waren aber wie schon in der Vorwoche erneut Bobst und Sunrise. Während es bei Bobst nichts Neues zu berichten gab und die Aktie des Spezialisten für Kartonverpackungsmaschinen langsam, aber sicher, in Richtung 60 Franken marschiert, ist es bei Sunrise zu Jubelstürmen gekommen.

Sunrise –  die Aktie kann noch mehr Fahrt aufnehmen

Grund für einen Kursschub um bis zu rund 10 Prozent an einem Tag war die Meldung über den Einstieg des deutschen Mobilfunkkonzerns Freenet. Der Tec-DAX-Konzern übernahm dabei die Anteile am Telefonkonzern aus Zürich von knapp 25 Prozent von der Beteiligungsgesellschaft CVC. Die Neuordnung im Aktionariat von Sunrise sorgt nicht nur für mehr Sicherheit unter Börsianern – und das ist generell gut für den Titel –, die Aktie steht auch kurz vor dem Widerstand bei 70 Franken. Fällt diese Hürde, könnten auch ganz schnell 75 oder gar 80 Franken drin sein. Die hohe Dividende zwischen 4 und 5 Prozent würde weitere Kurssteigerungen auf jeden Fall rechtfertigen.