Eine starke Woche im automatisiert vom Researchhaus thescreener.com für stocksDIGITAL geführten Musterdepot: Per Wochenfrist kletterte die Performance YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang – von 6,9 auf 9,5 Prozent. Die Outperformance gegenüber dem SMI seit dem Jahresbeginn hält sich dadurch mit 12,0 Prozentpunkten auf einem hohen Niveau. Trotz des guten Laufs gab es in den vergangenen Tagen eine Reihe von Ab- und Neuzugängen im Portfolio. Vetropack, Mobimo und Vontobel schieden aus, Galenica ist neu, ebenso wie Tamedia und Temenos.

Galenica – Prognoseanhebung und 20. Gewinnanstieg in Folge

Dabei ist die Aktie von Galenica in einem wahren Höhenflug. In diesem Jahr hat sich der Kurs annähernd verdoppelt, und sogar bei der allgemeinen Börsenschwäche seit August kam es beim Gesundheitskonzern noch zu moderaten Kursgewinnen.

Aber auch operativ läuft es wirklich rund beim Gesundheitsdienstleister der Schweiz. So stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 7,9 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken und wegen der erfreulichen Entwicklung in allen Bereichen erhöht das Management die Prognosen: Zum 20. Mal in Folge soll der Gewinn vor und nach Minderheiten steigen. Die Aktie notiert am Widerstand und damit auch nicht mehr weit unter dem Allzeithoch vom September bei 1319 Franken. Klappt der Sprung über die Hürde, könnte das den Auftrieb wieder beschleunigen.

Tamedia – Digitalbereich wächst stark

20 Monate fast ungebremst nach oben, ging es mit der Aktie von Tamedia mit Kurssteigerungen um rund 70 Prozent zwischen Sommer 2013 und Mai 2015. Seither läuft der Titel allerdings nur noch seitwärts. Die Mediengruppe profitiert vom Ausbau des Digitalbereichs.

Immerhin bringen die Digitalangebote bereits 26,7 Prozent der Umsätze und sogar 36,2 Prozent des operativen Gewinns. Die Aktie notiert knapp über der 100-Tage-Linie. Anleger spekulieren darauf, dass der Titel jetzt von dort schnell wieder nach oben abheben kann.

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Temenos – Grossauftrag beflügelt

Mit Temenos ist ein weiterer Überflieger neu im Depot. Die Aktie konnte erst vor wenigen Tagen den Widerstand bei 40 Franken und damit beim Allzeithoch aus 2010 knacken und liefert seit Anfang September ein Kursplus von 20 Prozent. Den jüngsten Kursschub beim Anbieter von Banken-Software brachte einerseits ein Auftrag von Nordea, andererseits die Anhebung der Prognosen.

So avisiert Firmenchef Max Chuard in diesem Jahr nun für die Lizenzeinnahmen nicht mehr ein Wachstum von 36 bis 41 Prozent, sondern von 42 bis 46 Prozent. Bei der Aktie ist keine technische Begrenzung in Sicht – möglicherweise klappt in diesem Jahr noch der Sturm auf die 50-Franken-Marke.