Die Tiefzinspolitik der Zentralbanken und deren Einfluss auf die Kapitalmärkte stellen Investoren in der Ausrichtung ihres Portfolios vor grosse Herausforderungen. Auf der Suche nach Rendite gehen Anleger mehr Risiko bei ihrer Geldanlage ein. Dabei ist insbesondere die Nachfrage nach alternativen Anlageklassen gestiegen. Nicht nur institutionelle Investoren, sondern auch immer mehr Privatinvestoren, entscheiden sich vermehrt für alternative Anlageformen. Mit der Nachfrage ist auch das Angebot gewachsen.

Die hohe Volatilität an den Märkten hat die Korrelationen vieler Anlageklassen aufgezeigt. In Phasen mit starken Marktschwankungen sollten Anleger ihr Portfolio diversifizieren. In den Fokus rücken in diesem Zusammenhang Anlagestrategien, bei denen alternative Renditequellen genutzt werden und die sich von ihrem Auszahlungsprofil her von traditionellen Anlageklassen unterscheiden.

Schwankungen im Portfolio reduzieren

So hilft die Beimischung von alternativen Fonds, um Schwankungen im Portfolio zu reduzieren und Erträge zu stabilisieren. Alternative Fonds sind beispielsweise sogenannte «Event Driven»-Funds, die in Unternehmen in Übernahmesituationen investieren, oder Fonds, die auf unterschiedliche Hedge-Fund-Strategien setzen.

Die zunehmende Beliebtheit alternativer Anlagen liegt in deren Korrelationseigenschaft zu einem bereits bestehenden traditionellen Portfolio. Korrelieren Anlageklassen nur schwach miteinander, können in einem Portfolio Diversifikationseffekte entstehen, die Investoren in fallenden Märkten helfen, grosse Kursverluste in ihrem Portfolio abzuschwächen.

Geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen

Je nach persönlichen Zielsetzungen fügen alternative Anlagen dem Portfolio unterschiedliche Ausprägungen hinzu: Risikoadjustierte Renditesteigerung, Risikoreduzierung und damit weniger Abhängigkeit von der Wertentwicklung einzelner Assetklassen oder aber individuelle Ziele wie etwa die Absicherung gegen Inflationsrisiken.

Je unterschiedlicher der Kursverlauf zwischen einem Portfolio bestehend aus traditionellen Anlagen und einem beigemischten Ergänzungsportfolio ist, desto grösser wirkt der Diversifikationseffekt. Das Universum alternativer Anlagen ist in den letzten Jahren immer grösser geworden und die einzelnen Anlagemöglichkeiten vielfältiger. Besonders beliebt sind derzeit nicht-traditionelle Anlageklassen wie etwa Infrastruktur oder Private Equity, aber auch Handelsstrategien, die erweiterte Anlagemöglichkeiten bieten, wie beispielsweise «Event Driven»-Handelsstrategien oder Long/Short-Strategien.

* André Bantli leitet das Retailgeschäft bei Blackrock Schweiz.

Anzeige