Nachdem das von thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot dem SMI Anfang Juli bei der Performance YTD – seit Jahresanfang – deutlich davongelaufen war, legen die zehn Portfoliowerte jetzt eine kleine Verschnaufpause ein. Das Plus des Depots seit Jahresanfang fiel von 7,0 auf 5,8 Prozent zurück, die Outperformance gegenüber dem SMI verringerte sich dadurch in der letzten Woche von 2,5 auf 1,0 Prozentpunkte.

Neues gibt es bei der Zusammensetzung des Depots. Komax ist raus. Nachdem die Aktie des Maschinenbauers seit der Aufnahme ins Portfolio im Januar nicht vom Fleck gekommen ist, ist die Position jetzt mit einem kleinen Verlust von 5,9 Prozent glattgestellt worden.

Givaudan mit überraschendem Gewinnanstieg

Neu ins Depot aufgenommen, wurde stattdessen Givaudan. Der Aroma- und Duftstoffhersteller hat einen starken Lauf. Operativ steigerte das SMI-Mitglied aus Genf seinen Gewinn trotz eines kleinen Umsatzminus von rund 1,0 Prozent im Halbjahr überraschend stark. Infolge von Kostensenkungen gab es ein Plus beim Ergebnis von rund 13 Prozent auf 305 Millionen Franken.

Trotz der etwas geringeren Umsätze war Givaudan aber auch bei den Erlösen noch mehr oder weniger im Bereich ihrer Ziele. Rein organisch, also bereinigt um Zukäufe oder Verkäufe von Unternehmensteilen und ohne Wechselkurseffekte, legte der Umsatz in den sechs Monaten um 4,5 Prozent zu und lag damit in der vom Management gesteckten mittelfristigen Zielspanne des Wachstums von 4,5 bis 5,5 Prozent pro Jahr. Das ist weit mehr als der Branchendurchschnitt von 2 bis 3 Prozent.

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Givaudan und Nestlé – wichtige technische Hürden sind erreicht

Vielversprechend ist auch der Kursverlauf der Aktie. Nachdem Givaudan bereits Anfang Juli ein neues Allzeithoch bei 1515 Franken markiert hatte, von dort aber in den folgenden zwei Wochen etwas Boden abgeben musste, notiert der Titel nach dem Kursaufschwung der letzten zwei Wochen erneut auf Rekordniveau. Die Zone um1515/1520 Franken entwickelt sich nun immer mehr zum Widerstandsbereich. Schafft die Aktie den Sprung über diese Hürde, könnte das den Seitwärtslauf der Aktie seit Mitte Mai in ihrer engen Range zwischen 1440 und 1520 Franken beenden und neue Dynamik in den Chart bringen.

Charttechnisch spannend ist übrigens auch die Aktie von Nestlé. Der Nahrungsmittel- und Gesundheitskonzern notiert nicht nur knapp unter seinem Allzeithoch vom Mai, sondern auch an der technischen und psychologischen Marke von 70 Franken. Auch hier setzen Anleger auf einen erneuten und deutlichen Sprung über die Hürde. Bis zur oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals im Bereich von etwa 75 Franken gäbe es da schönes kurzfristiges Potenzial.

Mehr zur Systematik des Depots finden Anleger bei thescreener.com