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Rohstoffe
Gold, Silber, Öl – wo Anleger jetzt einsteigen

Goldbarren: Der Preis für den edlen Rohstoff dürfte weiter steigen.   Keystone

Gold und Silber funkeln und glänzen mehr denn je: Wer jetzt in die Edelmetalle investiert, könnte schöne Gewinne einfahren. Auch Öl ist für mutige Anleger interessant.

Von Georg Pröbstl
am 28.01.2016

Der Call auf Gold, den die Redaktion von stocksDIGITAL Mitte Dezember empfohlen hatte, war bisher ein Renner. Das Hebelprodukt liefert aktuell ein Plus von 50 Prozent. Grund für uns, das Edelmetall trotz eines Kurstauchers im Dezember, auf das niedrigste Preisniveau seit 2009, als interessant in den Vordergrund zu stellen, war ein erstaunliches Kursmuster.

Es bestand darin, dass in den vorausgegangenen zwölf Jahren Gold in elf Fällen nach dem Einstieg zu Jahresbeginn irgendwann in den folgenden Monaten im Durchschnitt um rund 10 Prozent geklettert war. Wer auf dieses Kursmuster setzen will, könnte – trotz des seit dem Jahresanfang um rund 5 Prozent erhöhten Goldpreisniveaus und damit bei gestiegenem Risiko – sogar jetzt noch einsteigen.

Silber ist noch interessanter

Der kleine Bruder von Gold – Silber – scheint da im Moment allerdings sogar noch etwas vielversprechender zu sein. Zwar konnte Silber zusammen mit dem Edelmetall Nummer eins in den letzten Wochen schön zulegen und sich vom tiefsten Level seit 2009 ebenfalls deutlich nach oben lösen. Doch beim Industriemetall und Schmuckobjekt hat sich nun sogar eine spannende Charttechnik herausgebildet. Silber notiert nun nämlich an der oberen Begrenzungslinie seines Abwärtstrends.

Zudem sind auch die 100- und 200-Tage-Linie in greifbarer Nähe. Möglicherweise stehen schon viele Spekulanten mit dem Finger auf dem Kaufen-Knopf bereit, um bei Erreichen der Marken einzusteigen. Das könnte eine schnelle Kursdynamik nach oben auslösen. Mit einem Call mit hohem 12er-Hebel wären schon Gewinne von rund 40 Prozent drin, selbst, wenn Silber lediglich einen vergleichsweise kleinen Kurshüpfer um 5 Prozent auf 15 Dollar je Unze machen würde.

Der Ölpreis im Aufwärtstrend

Rohstoff Nummer drei – Rohöl – zeigt sich aktuell auch wiederbelebt. Zuerst drückten Ende 2015 hohe Lagerbestände und das Aus der Sanktionen gegenüber dem Iran sowie hohe Ölförderung, insbesondere der OPEC-Staaten, auf den Kurs, jetzt, seit einigen Tagen, zieht es die Notierung nach oben. In den USA herrscht nämlich Eiseskälte, und da steigt die Ölnachfrage, und EZB-Chef Mario Draghi sorgt mit seiner Aussage zur möglicherweise noch weiter verstärkten Geldschwemme im Euroraum ebenfalls für Rückenwind.

Und so stieg der Ölpreis beispielsweise für die Sorte Brent aus der Nordsee in wenigen Tagen um rund 20 Prozent und konnte sich dadurch weit weg vom Vieljahrestief absetzen. Der Schub geht wohl auch auf Eindeckungskäufe von Short-Sellern zurück, die angesichts steigender Notierungen jetzt gezwungen sind, ganz schnell ihre Position glattzustellen, um das Zustandekommen hoher Verluste zu vermeiden oder um Gewinne zu realisieren.

Öl könnte deutlich zulegen

Immerhin hatten Institutionelle, insbesondere Hedge Fund Manager, bis Anfang des Jahres mit rund 400 Millionen Barrel die höchste Shortposition in Rohöl aufgebaut, die jemals gesehen worden war. Vor diesem Hintergrund mit möglichen Zwangseindeckungen der Short-Seller könnte es sein, dass Öl auch in den nächsten Tagen oder auf Sicht von wenigen Wochen noch deutlich zulegen wird. Zudem ist beispielsweise bei Brent die obere Begrenzungslinie des Abwärtstrends erreicht. Da könnten neben den Shorties auch technisch orientierte Spekulanten jetzt für eine weitere Kursdynamik sorgen.

Wer dieses Szenario spielen will, setzt ebenfalls auf einen Call. Steigt Brent wieder von 35 auf 40 Dollar je Barrel oder gar auf die Dezemberhochs von 45 Dollar, dann wären mit dem Zertifikat mehr als 50 Prozent und sogar bis zu rund 100 Prozent Gewinn drin.

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