Der Boom bei Smartphones ist längst nicht vorbei. Zwischen 2010 und 2014 haben sich die weltweiten Verkäufe vervierfacht. Auch wenn sich die Wachstumskurve abflacht, bis 2018 soll Prognosen zufolge der Absatz um weitere 50 Prozent zulegen. Den Tablets wird für dieses Jahr ein Plus von 6,5 Prozent vorhergesagt. Für einen Schub könnte zum Jahresende noch Apple sorgen. Der Tablet-Pionier wird voraussichtlich noch im Oktober eine neue iPad-Generation vorstellen.

Den Kern all dieser Hightech-Geräte bilden Mikrochips. Angesichts von Wachstumsraten von Smartphone & Co., und dies weltweit, wundert es kaum, dass auch die Nachfrage nach Halbleitern derzeit stark steigt. Nach einer Studie des Marktforschers Gartner wird der globale Umsatz mit Mikrochips im laufenden Jahr um 7,2 Prozent auf 338 Milliarden Dollar zulegen. «Die Einnahmen haben im dritten Quartal 2014 ein Rekordniveau erreicht, vor allem wegen der grossen Bestellungen der Gerätehersteller für das Weihnachtsgeschäft», sagt Gartner-Analyst Jon Erensen. Der Trend könnte sich auch im 2015 fortsetzen. Dann erwartet der Branchenkenner einen Anstieg der Halbleiter-Verkäufe um annähernd 6 Prozent.

Starke Branchenkonjunktur

Die guten Verkaufszahlen lassen sich auch in den Bilanzen der Brachenvertreter ablesen. Der US-Chipkonzern Micron Technology steigerte dank robuster Nachfrage nach seinen DRAM-Speicherchips den Umsatz im vergangenen Geschäftsquartal um fast 50 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie sprang nach oben, seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 50 Prozent zu Buche.

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Micron ist Mitglied des bekannten Philadelphia-Stock-Exchange-Semiconductor-Index, kurz SOX. Dieser avancierte im laufenden Jahr um knapp einen Fünftel. Anleger können mit einem Tracker-Zertifikat der RBS eins zu eins am Verlauf des Barometers teilhaben. Auch Branchenriese Intel ist im SOX vertreten. Der Konzern machte zuletzt mit einem Zukauf in China auf sich aufmerksam. Für rund 1,5 Milliarden Dollar beteiligt sich Intel mit 20 Prozent an zwei der führenden chinesischen Chipproduzenten. Die beiden Produzenten Both Spreadtrum und RDA sind vor allem auf die Entwicklung von Halbleitersätzen für Handys und für andere mobile Geräte spezialisiert. Damit versucht Intel ihren Rückstand im mobilen Bereich weiter aufzuholen. Anleger können übrigens mit einem Barrier Reverse Convertible auf Intel eine clevere Teilschutz-Karte spielen. Das Produkt bietet einen komfortablen Risikopuffer von 23 Prozent und eine Renditechance von 9,1 Prozent p.a., ohne dass die Intel-Aktie zulegen muss.

Sprung nach Europa

Auch der alte Kontinent ist im «Chip-Fieber». So machte Infineon kürzlich mit einer Milliardenübernahme Schlagzeilen. Für drei Milliarden Dollar kauft das Unternehmen den US-Rivalen International Rectifier. Infineon will mittels des Deals nicht nur Kosten sparen, sondern die regionale Präsenz vergrössern und sich in der «vernetzten Welt» Vorteile verschaffen. Auch wenn Infineon beteuert, der Zukauf werde sich bereits im ersten Jahr auszahlen, zeigen sich Börsianer skeptisch. Der hohe Kaufpreis verschreckte Anleger, die Aktie sackte in den vergangenen vier Wochen um rund einen Zehntel ab. Eine Investition mit ordentlichem Puffer – wie ihn beispielsweise der Barrier Reverse Convertible auf Infineon von der Bank Vontobel aufweist – ist daher gefragt. Somit hat der Kurs des DAX-Titels noch Spielraum nach unten, muss auf der Oberseite aber dennoch keinerlei Avancen aufweisen, um eine prozentual zweistellige Rendite einzufahren.

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Auf Konsolidierungskurs ist darüber hinaus die ASML-Aktie. Allerdings nach einer beachtlichen Klettertour. Analysten räumen dem Spezialmaschinenbauer noch weiteres Kurspotenzial ein. So hat die US-Investmentbank Goldman Sachs das Kursziel für ASML wegen verbesserter Aussichten bei der Zukunftstechnologie Ultraviolett-Lithografie (EUV) von 92 auf 100 Euro angehoben. Ihrer Ansicht nach hat der niederländische Chipzulieferer zuletzt grosse Fortschritte in diesem Bereich gemacht. Bei der EUV handelt es sich um eine Technik zur Herstellung von noch schnelleren und kleineren Computerchips, welche die Innovation in der Tech-Industrie weiter antreiben und somit der Nachfrage nach Chips weiteren Auftrieb geben kann.

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Das Papier der RBS gibt Anlegern die Möglichkeit, direkt und diversifiziert auf den Halbleitersektor zu setzen. Der Basiswert besteht aus insgesamt 30 US-Titeln aus der Branche. Managementgebühren fallen keine an.

Der seit rund zwei Monaten am Markt erhältliche Barrier Reverse Convertible auf Intel stellt eine Renditechance von 9,1 Prozent p.a. in Aussicht. In diesen Genuss kommen Anleger, wenn der Basiswert bis zum Laufzeitende am 31. Juli die Barriere bei 26,26 US-Dollar unversehrt lässt. Das ist ein Risikopuffer von rund 20 Prozent.

Ein Risikopuffer von knapp einem Fünftel sowie eine Seitwärtsrendite von 14,1 Prozent p.a. zeichnen den Barrier Reverse Convertible auf Infineon von der Bank Vontobel aus. Die Laufzeit endet am 19. Juni 2015.

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Der Barrier Reverse Convertible auf die niederländische ASML ist mit einem Coupon von 6,4 Prozent p.a. ausgestattet. Der Nominalwert von 1000 Euro wird durch einen Risikopuffer von 31,5 Prozent geschützt. Auf dem Barriere-Niveau (52,88 Euro) notierte die Aktie zuletzt im Frühling 2013.