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Helma Eigenheimbau: Eine Wachstumsstory

Die Helma-Aktie befindet sich im Hoch, ist aber dennoch erschwinglich. Keystone

Der Baukonzern wächst rasant seit vielen Jahren. Die Aktie ist zwar explodiert, doch mit 8er-KGV nicht teuer. Die Vorlage der Jahreszahlen könnte jetzt den nächsten Schub auslösen.

Von Georg Pröbstl*
am 26.01.2017

«Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.» Für diese Aussage wurde Börsenguru André Kostolany ganz besonders zur Jahrtausendwende im Aktien.dot.com-Boom belächelt. Auch wenn man diesen Tipp vielleicht auch differenzierter betrachten müsste – bei einer Aktie stimmt er ganz sicher: bei Helma Eigenheimbau AG. Dort gibt es – für old economy – fast schon beispielloses Wachstum. Und zwar bei Umsatz, Gewinn und beim Kurs der Aktie.

Alleine in den fünf Jahren zwischen 2009 und 2015 steigerte der Anbieter von individuellen Massivhäusern und Ferienimmobilien den Umsatz um mehr als das Dreifache von 62,4 auf 210,6 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss explodierte dabei von 200'000 Euro auf 10,0 Millionen Euro. Je Aktie waren das 2,69 Euro. Mit dem Ergebnis schoss auch die Aktie nach oben. Der Kurs steht beim 20fachen des 2008er-Levels. 10'000 Euro investiert bringt heute ein kleines Vermögen von 200'000 Euro.

Zuverlässige Prognosen

Das Unternehmen profitiert unter anderem vom Boom beim Energiesparen. Helma sieht sich beispielsweise als einer der führenden Anbieter von solaren Energiesparhäusern. In den letzten Jahren kam dazu noch ein enormer Aufschwung bei Ferienimmobilien. Deshalb zeigen die Zahlen auch 2016 nach oben. Das Auftragsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent, der Umsatz lag bei geschätzt rund 270 Millionen Euro. 

Seit Jahren hält Firmenchef Karl-Heinz Maerzke die Prognosen ein. Und schon vor einigen Jahren hatte der Manager für 2017 und 2018 folgende Ziele ausgegeben: In diesem Jahr soll der Umsatz bei 340 Millionen Euro liegen, im nächsten Jahr sollen es 420 Millionen Euro sein. Da Maerzke in den letzten Jahren immer zuverlässig geliefert hat, dürften die Ziele realistisch sein. Bei weiter steigenden Margen ist dann für 2017 ein Gewinn um 4,80 Euro je Aktie drin. 2018 könnten es mehr als 6,0 Euro werden.

Der nächste Schub könnte jetzt bevorstehen

Angesichts des starken nachhaltigen Wachstums wäre die Aktie dann mit einem 8er-KGV nicht zu teuer. Die Veröffentlichung der vollständigen 2016er-Jahreszahlen und die Prognosen Ende März könnten den nächsten Kursschub bringen. 

Helma Eigenheimbau AG
ISIN:
DE 000 A0E Q57 8
Gewinn je Aktie 2018e: 6,0 €
KGV 2018e: 8,9
Dividende/Rendite 2016e: 0,90 €/1,7 Prozent 
EK je Aktie: 17,45 €
EK-Quote: 28,5 Prozent

 

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +26,1 Prozent (DAX: +12,7 Prozent), 3 Jahre: +71,5 Prozent (DAX: +22,4 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +301,7 Prozent (Dax: +83,3 Prozent).

 

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