Die Vergangenheit hat bereits mehrmals gezeigt, dass neue Fondstrends mit der Aktienmarktentwicklung korrelieren und dass oft dann herbe Rückschläge erlitten werden, wenn zunehmend Marketing- anstelle von Investitionsaspekten in den Vordergrund rücken. Nach dem Crash 2000/2001 folgte beispielsweise ein wahrer Fund-of-Hedge-Funds-Boom, während zahlreiche Themen- und Sektorfonds eliminiert wurden.

Nach dem Crash 2008 standen die Hedge Funds dann plötzlich als böse Sündenböcke da, während die ETFs ihren Aufschwung begannen. Die kritischen Stimmen zu ETFs sind heute weitgehend verstummt, aber, ob Indexanlagen effektiv den Erwartungen der Anleger gerecht werden, wird sich erst bei der nächsten grösseren Börsenkorrektur erweisen, denn die Investoren wollen im Grunde genommen nur eines: Die absolute Rendite.

Bessere Performance durch Kombination von aktiven und passiven Anlagen

Wer hierbei die wirklich besseren Karten hat – aktive oder passive Produkte – wird man sehen. Die beiden Produktkategorien sollten aber nicht als Gegenpole in einer «Entweder-oder-Perspektive» betrachtet werden, die Kombination von aktiven und passiven Anlagen im Portfolio wird längerfristig die bessere Performance bringen, denn die Werthaltigkeit des aktiven Managements nur auf die Kostenfrage zu reduzieren, greift eindeutig zu kurz. Auch der gegenwärtige Hype um Smart-Beta-Produkte sollte nüchtern und mit etwas Distanz betrachtet werden. Kann ein Index überhaupt intelligent sein? Indexing steht vor zahlreichen Herausforderungen – wie auch die aktiven Anlageprodukte. Die Diskussion um Alpha- und Beta-Erträge wird weitergehen. Und auch von der Regulierungsseite kommen weitere Anforderungen auf die Indexprodukte zu.

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Markus Fuchs, Geschäftsführer der Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA