Der Klimawandel ist ein heiss diskutiertes Thema. Dessen Auswirkungen auf Natur und Menschen sind alarmierend – das zeigen sich häufende Naturkatastrophen wie Hitzewellen, Dürren, Hurrikane und Rekordniederschläge. Klimaversicherungen können hier einen wichtigen Mehrwert und nachhaltige Anlagemöglichkeiten schaffen.

Entwicklungsländer sind besonders stark betroffen vom Klimawandel – so sind die zehn verwundbarsten Länder allesamt Entwicklungsländer, mit gravierenden Folgen. In erster Linie wegen der physischen Gefahren. Tragisch sind jedoch auch die weitreichenden Auswirkungen auf die Lebensumstände vor Ort. Viele sind im Landwirtschaftssektor tätig und schaffen es nur langsam, sich aus den Klammern der Armut zu befreien. Dürre, übermässige Niederschläge oder andere Wetterextreme können diese Menschen um Jahre zurückwerfen in die extreme Armut.

Klimaversicherungen im Fokus

Die Anpassung an den Klimawandel wird Milliardeninvestitionen erfordern. Entwicklungsbanken und Impact Investoren haben dies erkannt und finanzieren vermehrt Anpassungs- und Schutzmechanismen. Naturkatastrophen und extreme Wetterereignisse lassen sich damit zwar nicht verhindern, sie ermöglichen jedoch zumindest, selbständig ökonomische Auswirkungen zu bewerkstelligen.

Klimaversicherungen rücken hierbei in den Fokus. Da herkömmliche Versicherungen teuer sind, werden vermehrt so genannte indexbasierte Versicherungen eingesetzt. Ein Bauer kann etwa eine Versicherung gegen zu wenig Regen abschliessen, um einen möglichen Ernteausfall zu kompensieren. Das Wetter wird bei indexbasierten Versicherungen in der Regel mittels Satelliten oder Wetterstationen laufend beobachtet. Misst die Wetterstation im Versicherungszeitraum nicht genügend Niederschlag, wird eine Zahlung an den Bauern ausgelöst, die er auch direkt auf sein Mobiltelefon überweisen lassen kann.

Mikrofinanzinstitute bieten Zugang

Da diese Versicherungen zwar sehr effizient sind aber nicht unbedingt trivial, braucht es eine verständliche Erklärung vor Ort. Klimaversicherungen werden daher in Entwicklungsländern häufig durch Mikrofinanzinstitute angeboten, die vielfach bereits eine Geschäftsbeziehung mit dem Kunden über einen Mikrokredit oder ein Konto haben.

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Investoren, die sinnvoll und mit einem Nutzen für die Menschen in betroffenen Regionen helfen möchten, sich gegen die ökonomischen Auswirkungen von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen zu schützen, können dies beispielsweise über einen Mikrofinanzfonds oder spezialisierte Klimaversicherungsfonds tun – mit stabilen und soliden Renditen.

 

* Patrick Scheurle, CEO von Blue Orchade 

 
 

 

 

 

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