Szenario Gesamtmarkt: Der SMI ist in den vergangenen Tagen einmal mehr in ein entscheidendes Areal vorgestossen. Mit dem zwischenzeitlichen Top von 8262,70 Punkten lugte der Leitindex nicht nur über die 200-Tage-Linie, er befand sich damit zudem auf dem höchsten Niveau seit Ende Mai. Dass die Aufwärtsdynamik im Anschluss etwas nachliess, überrascht nicht: Zwischen 8200 und 8300 Punkten verläuft eine massive Widerstandszone. Darüber hinaus klopfte der SMI an dem seit knapp einem Jahr zu beobachtenden Abwärtstrend an. Falls der Börsengradmesser die skizzierte Hürde aus dem Weg räumen kann, wäre der Weg zumindest bis 8400 Punkte frei.

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Das Produkt: Auf einen Ausbruch nach oben können Anleger mit einem Faktor-Zertifikat Long (ISIN DE000CZ33QD9) setzen. Das an der SIX kotierte Commerzbank-Derivat nimmt mit einem Hebel von 4 an der Wertentwicklung des SMI teil. Anders als bei einem Warrant bleibt der Partizipationsfaktor konstant. Wichtig: Die Bauweise des Derivats zielt auf kurzfristige Spekulationen ab. Zudem kann es zu überproportionalen Verlusten kommen, falls der SMI an der skizzierten Widerstandszone nach unten drehen sollte.

LafargeHolcim: Trader bringen sich in Position

Szenario Einzelwert: LafargeHolcim spannt die Aktionäre besonders lang auf die Folter. Wenn der Baustoffkonzern am 5. August seinen Semesterbericht publiziert, zählt er zu den letzten SMI-Mitgliedern, die sich im Rahmen der laufenden Berichtssaison zu Wort melden. Für den Branchenriesen steht beim Zahlentermin besonders viel auf dem Spiel. Schliesslich hatte der vor gut einem Jahr vollzogene Zusammenschluss der französischen Lafarge mit der heimischen Holcim alles andere als einen optimalen Start. Am 14. Juli 2015 startete die Aktie des fusionierten Branchenriesen zu 73.95 Franken in den Handel an der SIX. Innert sieben Monaten brach sie gegenüber diesem Niveau um bis knapp 55 Prozent ein. Zuletzt hellte sich das Chartbild jedoch auf. Der SMI-Titel ist drauf und dran, nach oben aus dem Abwärtstrend auszubrechen. Neues Vertrauen weckte CEO Eric Olsen, indem er die Zielsetzung bestätigte. Trotz eines Rückgangs im ersten Quartal möchte LafargeHolcim das operative Ergebnis 2016 um mindestens einen hohen einstelligen Prozentsatz verbessern. Sollte Olsen am 5. August die Erwartungen erfüllen und die Prognose erneut untermauern, könnte die Aufwärtsdynamik der Aktie weiter zunehmen.

Das Produkt: Einige Trader scheinen sich im Vorfeld des Zahlentermins bereits auf der Long-Seite zu positionieren. Jedenfalls zogen die Handelsvolumina in einem Call Sprinter (ISIN CH0307673068) der Bank Vontobel zuletzt merklich an. Das Open-End-Papier partizipiert mit einem Hebel von aktuell 3,2 überproportional an steigenden Kursen bei LafargeHolcim. Zwar fällt der «Beschleunigungsfaktor» damit relativ klein aus, gleichwohl sollten sich Anleger der Risiken bewusst sein: Dreh- und Angelpunkt ist der Knock-out bei 31.69 Franken. Setzt der Basiswert – momentan beträgt das Polster knapp 31 Prozent – auf diese Marke zurück, verfällt das Derivat wertlos.