Während das automatisiert von thescreener.com für stocksDIGITAL geführte Musterdepot auf Wochensicht lediglich auf der Stelle getreten ist – auch der SMI zeigt sich übrigens jetzt, vor Beginn der Berichtssaison, unverändert – ist Leonteq wieder zurückgekommen. Nachdem die Aktie des Finanzdienstleisters seit Ende März zwei Monate lang gewisse Ermüdungserscheinungen gezeigt hatte und um knapp 20 Prozent gefallen war, zieht es die Notierung seit vier Wochen wieder nach oben.

Vor wenigen Tagen konnte der Titel sogar ganz klar aus seiner Seitwärtsrange mit einer Spanne zwischen 160 und 185 Franken nach oben ausbrechen und gestern ein neues Allzeithoch markieren. Der Aufwärtstrend bleibt damit intakt, und auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte wie 38-, 100- oder 200-Tage-Linie liegen deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.

Leonteq und Avaloq: Vielversprechende Kooperation

Operativ entwickelt sich der Anbieter von strukturierten Anlageprodukten ebenfalls weiter. Mitte Juni gaben die Zürcher eine Kooperation mit der Avaloq-Gruppe bekannt. Die Zusammenarbeit dreht sich insbesondere um eine Schnittstelle zwischen den Angeboten der beiden Finanzdienstleister. Leonteq-Chef Jan Schoch sieht darin Vorteile im Ausbau des Marktanteils und der Umsätze. Da die Leonteq-Aktie trotz der allgemeinen Verschnaupfause am Schweizer Aktienmarkt mit einer relativen Stärke überzeugt, wird möglicherweise schon in wenigen Tagen mit der 200-Franken-Marke die nächste grössere psychologische Charthürde fallen.

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Die Aktie der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft fällt hingegen wieder in ihre Trading Range zurück. Nachdem der Titel vor zwei Wochen ein Viermonatshoch erreichen konnte, sah es aus, also ob die Notierung nun die Handelsspanne zwischen 56 und 62 Franken nach oben verlassen könnte. Nun kommen sogar die 38- und 100-Tage-Linie, die jeweils bei rund 60 Franken verlaufen, in greifbare Nähe. Anleger setzen darauf, dass die Aktie von dort erneut abprallen und dann wieder zum Sprung aus der Seitwärtsspanne ansetzen wird.

Dätwyler – nach Allzeithoch wieder in der Trading Range

Noch ein Seitwärtslauf: Auch Dätwyler ist nach dem Anstieg auf ein Allzeithoch Anfang Juni wieder in ihre alte Trading Range abgerutscht. Die Spanne hat sich im Januar herausgebildet und läuft im sehr engen Kursbereich zwischen etwa 130 und 140 Franken. Auch bei diesem Industriezulieferer könnte es vom aktuellen Niveau aus zum erneuten Rebound nach oben kommen.

Derzeit fehlen am breiten Markt die wirklich kursbestimmenden operativen Nachrichten. Anleger warten deshalb gespannt auf den Beginn der Berichtssaison zum Halbjahr. Als einer der Ersten startet der Aluminiumkonzern Alcoa in die Berichtssaison zum zweiten Quartal. Die Daten werden am 8. Juli präsentiert. Schweizer Unternehmen werden mit etwas Verzögerung gegen Ende Juli und im Laufe des Monats August folgen.