1. Home
  2. Invest
  3. Lufthansa, Air France & Co: Die Gewinne heben 2015 ab

Aktien
Lufthansa, Air France & Co: Die Gewinne heben 2015 ab

Lufthansa: Die Aktie der Fluglinie könnte bald wieder abheben.Keystone

Nach Vulkanausbrüchen, geopolitischen Risiken und Konjunkturschwäche steht jetzt ein neues Thema im Fokus der Fluggesellschaften: Billiger Treibstoff. 2015 sollen die Gewinne der Branche abheben.

Von Christian Ingerl
am 18.12.2014

«Never buy Airlines» lautet eine altbekannte Börsenweisheit. Doch diese mit vielen Vorurteilen gespickte Regel sollte nicht zu ernst genommen werden – Fluggesellschaften als Anlageform prinzipiell zu meiden, wäre ein fataler Fehler. Ein Beispiel: Die Aktie des Billigfliegers Ryanair war in den vergangenen Jahren ein wahrer Überflieger. Der Kurs ist in den letzten drei Jahren abgehoben und hat sich seit Mitte 2011 verdreifacht.

Diesem Steilflug konnte natürlich nicht jede Airline folgen. Steigende Konkurrenz, geopolitische Risiken sowie eine schwächelnde Konjunkturentwicklung brachten beispielsweise Konkurrent Air Berlin ins Strudeln. Auch die Lufthansa, in der seit 2005 durch die Übernahme von Swiss auch «Schweizer Blut» fliesst, kämpft mit starkem Gegenwind. Bei der Kranich-Airline kamen noch erbitterte Pilotenstreiks dazu. In Summe mit den schwierigen Rahmenbedingungen wurde die Lufthansa im 2014 zu zwei Gewinnwarnungen gezwungen. Da wundert es nicht, dass die Aktie im laufenden Jahr um rund einen Zehntel nach unten gegangen ist.

Billiges Öl bringt Gewinnschub und Kursphantasie

Es macht sich ein Hoffnungsschimmer für die ganze Branche breit: Sinkende Treibstoffpreise. Der Preisverfall am Öl-Markt kommt den Airlines sehr entgegen und wird möglicherweise die Gewinne der Gesellschaften antreiben. Zwar wirkt sich 2014 noch nicht positiv aus, dass Kerosin billig ist, der internationale Luftfahrtverband IATA senkte seine Prognose für den Sektor-Gewinn von 2,8 auf 2,7 Milliarden Dollar, doch für das kommende Jahr wird erwartet, dass die Profite auf vier Milliarden Dollar hochschnellen werden.

Anleger, die sich die gesamte Branche ins Depot holen möchten, können dies mit dem Tracker-Zertifikat auf den NYSE Arca Global Airline Index umsetzen. 70 Prozent des Index entfallen auf Fluggesellschaften in den USA, die restlichen 30 Prozent teilen sich Konzerne aus aller Welt. Eine lukrative Mischung: Auf Sicht von einem Jahr legte das Barometer um mehr als 60 Prozent zu.

Air France, Lufthansa und United Continental – Chance auf doppelten Coupon

Defensiver ausgerichtet ist der neue Multi Barrier Reverse Convertible (BRC) von Leonteq. In diesem Renditeoptimierungsprodukt sind Air France-KLM, Deutsche Lufthansa und United Continental enthalten. Der BRC garantiert eine Couponzahlung von 12 Prozent in einem Jahr. Das ist aber nicht alles: Das Zertifikat bietet die Möglichkeit, die Couponzahlung am Laufzeitende zu verdoppeln.

Falls alle drei Flug-Valoren oberhalb ihres Startlevels schliessen, wird der doppelte Coupon in der Höhe von 24 Prozent ausbezahlt. Mit diesem teilgeschützten Produkt ist somit eine deutlich zweistellige Rendite möglich, ohne dass das Trio zum Steilflug ansetzen muss.

Kranich-Airline mit Aufholpotenzial …

Eine Vielzahl der Analysten räumt besonders der Deutschen Lufthansa für das kommende Jahr gute Chancen ein, wieder an Höhe zu gewinnen. So hat die Commerzbank die Lufthansa jüngst aufgrund der sinkenden Kerosinpreise von «Hold» auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel von 12 auf 18 Euro angehoben. Auch das Analysehaus S&P Capital IQ sieht angesichts eines hohen Gewinnwachstums im 2015 Rückenwind für die Airline. Mutige Anleger können mit dem Faktor-Zertifikat der Commerzbank gehebelt auf eine Aufholjagd der Deutschen setzen.

… United hebt schon ab

Bereits voll im Aufwärtstrend ist hingegen United Continental. Die US-Fluglinie hat allein im 2014 zwei Drittel an Wert gewonnen. Begleitet wurde der Anstieg von positiven Geschäftszahlen. So legte der Nettogewinn im dritten Quartal von 545 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 924 Millionen Dollar zu – ein sattes Plus von 69 Prozent. Sollte sich die Aktie nach dem Steigflug eine Pause gönnen, ist der BRC von Julius Bär das perfekte Anlagevehikel. Das Produkt stellt eine Maximalrendite von 7,5 Prozent p.a. in Aussicht. Die Barriere ist mehr als 50 Prozent vom aktuellen Kursniveau entfernt.

Tracker-Zertifikat auf den NYSE Arca Global Airline Index (ISIN DE000HY0GH13)

Mit dem Zertifikat kann man eins zu eins an einem Aufschwung der Branche teilhaben. Das Papier mit endloser Laufzeit ist allerdings nur in Deutschland kotiert, sodass Anleger ihre Aufträge an der Börse in Stuttgart oder Frankfurt platzieren müssen.

Multi Barrier Reverse Convertible auf France-KLM/Deutsche Lufthansa/United Continental (CH0261052440)

Der BRC ist mit einer «Double-Coupon»-Funktion ausgestattet. Sollte das Basiswert-Trio am Laufzeitende oberhalb seines Anfangslevels notieren, wird die Coupon-Zahlung von 12 auf 24 Prozent verdoppelt.

Faktor-Zertifikat auf Deutsche Lufthansa (ISIN DE000CM2G2G0)

Mit dem Faktor-Zertifikat der Commerzbank können mutige Anleger mit einem konstanten Hebel von drei auf ein Comeback der Lufthansa-Aktie setzen. Anders als bei einem Warrant hat die Volatilität des Basiswertes keinen Einfluss auf die Preisstellung des Zertifikats.

Barrier Reverse Convertible auf United Continental (CH0246030917)

Der in US-Dollar emittierte BRC von Julius Bär ist bereits seit August 2014 auf dem Markt und weist eine leicht positive Performance auf. So notiert das Produkt mit 102 Prozent leicht über Pari. Dennoch kann sich die Renditechance mit 7,5 Prozent p.a. sehen lassen, zumal sie durch einen hohen Risikopuffer von 52 Prozent abgesichert ist.

Anzeige