Gleich vorweg: Autoneum ist raus. Vor wenigen Tagen realisierte das Researchhaus thescreener.com, das das Musterdepot von stocksDIGITAL automatisiert führt, beim Autozulieferer einen Gewinn von 58,8 Prozent. Ein Teil des Verkaufserlöses floss in die Liquidität, welche mit rund 10'000 Franken derzeit vergleichsweise hoch ist. Der grösste Teil der freigewordenen Mittel aber floss in eine neue Position: Zur Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft oder auch bekannt unter dem Namen Nationale Suisse.

Schon rein charttechnisch ist die Aktie des Versicherers derzeit aussichtsreich, konnte der Titel doch nach zwei Zwischenhochs, in den Jahren 2001 und 2007, vor einigen Monaten wieder das 1998er-Kursniveau erreichen und Anfang Jahr sogar ein neues Allzeithoch bei 64.95 Franken markieren. Seither läuft die Aktie zwar in einer engen Range seitwärts, doch möglicherweise sammelt der Wert in dieser Konsolidierungsphase nur Kraft für einen Ausbruch über den Widerstand der Hochs aus 1998 und Anfang 2014.

Nationale Suisse – die Dividende steigt

Operativ läuft es jedenfalls rund beim Konzern aus Basel. Mitte Mai bekamen die Anleger nach der Generalversammlung nicht nur eine von 1.70 auf 2.50 Franken erhöhte Dividende – Rendite 3,9 Prozent –, auch lief die Erneuerungsrunde über die Beitragsprämien in diesem Jahr im Rahmen der Erwartungen. Und Nationale-Suisse-CEO Hans Künzle verspricht sich unter anderem von der Präsenz in den Emerging Markets profitables Wachstum.

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Die Gesellschaft konnte den Gewinn im vergangenen Jahr trotz des positiven Vorjahreseffekts aus der Umstellung der Pensionskassen um 1,0 Prozent auf 104,5 Millionen Franken steigern. Schon ohne diesen Effekt lag das Plus sogar bei über 8 Prozent. Die Aktie notiert lediglich bei einem KBV von 1,4, und das für 2014 erwartete 12er-KGV ist auch nicht übertrieben hoch. Damit bestehen hier gute Kurschancen.

Leonteq – die Spannung bleibt im Chart

Positiv zu erwähnen, ist die Kursentwicklung bei Leonteq. Seit Ende Mai zieht es die Aktie des Finanzdienstleisters deutlich nach oben. Das Kursplus der letzten vier Wochen beträgt rund 20 Prozent. Vor wenigen Tagen konnte die Notierung sogar den Widerstand vom März um 185 Franken nach oben durchbrechen. Das lässt weitere Steigerungen erwarten.

Enttäuschend ist hingegen die aktuelle Entwicklung bei Dätwyler. Nachdem der Industriezulieferer erst vor zwei Wochen ein Allzeithoch markieren konnte, rutscht die Notierung seither nun beständig nach unten und verlor dabei bisher mehr als 10 Prozent. Dätwyler ist damit der Hauptgrund für die Underperformance des Depots in der vergangenen Woche. Denn während der SMI per Wochenfrist nur 1,0 Prozent verloren hat, hat das Depot 2,4 Prozent abgegeben. Aber das war in den letzten Wochen und Monaten ja schon mehrfach zu beobachten: Auf eine schwache Periode folgt ein neuer Aufschwung im Depot.

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