Nachdem die Titel im Musterdepot schon vor einer Woche klar besser liefen als der SMI, setzte das Depot seine Aufholjagd auch in den letzten Tagen fort. Während nämlich der Schweizer Leitindex bei der Performance im laufenden Jahr leicht von +6,2 Prozent auf +5,6 Prozent nachgab, kletterte der Jahresgewinn im von thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführten Musterdepot von +3,4 auf +3,9 Prozent.

Zwar verbuchten die Aktien von Autoneum, Phoenix Mecano, Schmolz + Bickenbach sowie Ypsomed in der abgelaufenen Woche Verluste, diese konnten jedoch durch teilweise kräftige Kurssteigerungen – wie etwa bei Dätwyler, Komax, Forbo oder Logitech mehr als ausgeglichen werden.

Kaufsignal bei Komax

Die Position von Dätwyler etwa verbesserte sich in der vergangenen Woche um 4,4 Prozentpunkte. Zwar war von Unternehmensseite nichts Neues zu berichten, jedoch entwickelt die Aktie des Industriezulieferers seit der Generalversammlung vom 9. April eine deutliche Dynamik und konnte dabei in weniger als zwei Monaten bereits um mehr als 10 Prozent zulegen. Insbesondere der erneute Sprung über den Widerstand bei 140 Franken Ende Mai sorgte dabei für einen zunehmenden Kursauftrieb. Die Aktie markierte dadurch vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch. Anleger setzen auf positive Daten bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 14. August.

Komax hingegen notiert zwar noch rund 5 Prozent unter dem Sechsjahreshoch vom Januar, doch vor wenigen Tagen konnte die Notierung sowohl die wichtige 38- wie auch die 100-Tage-Linie nach oben durchbrechen. Technisch orientierte Anleger sehen darin ein Kaufsignal. Die Kurssteigerungen der letzten zwei Wochen um rund 10 Prozent gehen auf ihr Konto.

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Forbo durchbricht die 38-Tage-Linie

Die Aktie von Forbo Holding läuft zwar seit März nahe des Allzeithochs in einer engen Seitwärts-Range, konnte jedoch vor wenigen Tagen ebenfalls die 38-Tage-Linie nach oben durchbrechen. Technisch orientierte Anleger springen bei zunehmender Dynamik möglicherweise vermehrt auf diesen anfahrenden Zug auf und lösen so weitere Kurssteigerungen aus. Fundamental orientierte Anleger hingegen notieren sich den 19. August. An diesem Tag präsentiert der Bodenspezialist seine Semesterzahlen. Schafft es der Titel dann, aus seiner Handelsspanne zwischen 900 und 950 Franken auszubrechen, nimmt die Aktie möglicherweise schnell Fahrt in Richtung 1000 Franken auf.

Der Depotwert Schmolz + Bickenbach gab zwar in den letzten Tagen um 2,4 Prozentpunkte ab, doch nach den starken Kurssteigerungen im Mai um rund 20 Prozent sind Gewinnmitnahmen kein Wunder. Die Aktie bewegt sich nun kurzfristig betrachtet in einer engen Trading Range zwischen 1.43 und 1.51 Franken und notiert aktuell knapp unter dem Widerstand. Anleger setzen darauf, dass der Fall der Marke einen neuen Schub auslösen wird.