Reichlich Bewegung im Depot. Zuerst einmal: Phoenix Mecano wurde nach einem kurzen Intermezzo von nur zwei Monaten schon wieder verkauft. Die Aktie kam nicht ins Laufen, das Minus beträgt 5,3 Prozent. Raus aus dem Depot ist auch Dätwyler. Der Industriezulieferer war aber mehr als ein Jahr im Portfolio und bringt ein schönes Plus von 35,4 Prozent.

Im Weiteren ist der Kurs von Leonteq explodiert. Wie vor einer Woche an dieser Stelle schon die Vermutung stand und damit fast wie auf Bestellung, zog es die Notierung des Finanzdienstleisters nach dem Durchbrechen der 200-Franken-Marke schnell weiter nach oben. Operativ gibt es bei diesem Zürcher Konzern ebenfalls Neuigkeiten. Nachdem das Unternehmen vor zwei Wochen eine Kooperation mit Avaloq bekannt gegeben hatte, wurde Anfang Juli über den Ausbau der Partnerschaft mit der Notenstein Privatbank berichtet.

Schmolz + Bickenbach mit erfolgreicher Umschuldung

Auch Schmolz + Bickenbach bringt ein schönes Wochenplus. Grund für die Kurssteigerungen beim Stahlkonzern ist eine langfristige Umschuldung. Da Schmolz + Bickenbach bisher hohe Zinslasten zu tragen hatte, dürfte der neue Kredit zu einer deutlichen Verbesserung im Finanzergebnis führen.

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Insbesondere die Kursgewinne von Leonteq und Schmolz + Bickenbach brachten dem von thescreener.com automatisiert für StocksDIGITAL geführten Depot damit in der letzten Woche eine glasklare Outperformance gegenüber dem SMI. Während die bisherige Performance am breiten Schweizer Aktienmarkt seit dem Jahresanfang in den vergangenen Tagen von 5,7 auf 4,9 Prozent zurückgegangen ist, hat es im Depot Year to Date – also seit Jahresbeginn – einen Anstieg des Gewinns von 3,2 auf 4,5 Prozent gegeben.

Tamedia wächst stark im Online-Geschäft

Nachdem nun Phoenix Mecano und Dätwyler ausgeschieden sind, kamen am 1. Juli mit Tamedia und Barry Callebaut zwei neue Titel in das Portfolio. Das Medienhaus Tamedia leidet unter rückläufigen Werbeeinnahmen im Printgeschäft. Die Erlöse aus der Online-Werbung legen jedoch mit zweistelligen Raten zu und brachten es im vergangenen Jahr beim operativen Ergebnis EBIT – Ergebnis vor Zinsen und Steuern – bereits auf einen Anteil von 25 Prozent am gesamten Konzern-EBIT. Kein Wunder, dass die Zürcher den Digital-Bereich in Zukunft weiter ausbauen wollen. Anleger warten gespannt auf den 22. August und auf die Präsentation der Halbjahreszahlen.

Während Tamedia seit einiger Zeit seitwärts läuft, ist die Aktie von Barry Callebaut im Höhenflug und hat allein in den letzten zwölf Monaten ein Kursplus von 30 Prozent gebracht. Der Schokoladenspezialist konnte den Schokoladenabsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2013/14 infolge von Zukäufen um 15,8 Prozent auf 1,3 Millionen Tonnen ausweiten. Der Umsatz kletterte dabei sogar überproportional um 22,0 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken. Zudem: Auch rein organisch konnte das SMI-Mitglied den Umsatz in den drei Quartalen um 6,8 Prozent ausbauen. Die Schokolade aus Zürich ist eben genauso begehrt wie die Aktie des Unternehmens.