Börsianer verabschieden sich offensichtlich schon langsam in die Sommerferien oder zumindest in eine Art von Siesta. Denn in der vergangenen Woche war kursmässig nicht viel los im SMI. Der Schweizer Leitindex trat dabei ebenso mehr oder weniger auf der Stelle wie das von thescreener.com automatisiert für StocksDIGITAL geführte Musterdepot. Während der SMI dabei noch ein winziges Wochenplus von 0,2 Prozentpunkten verbuchen konnte, gab das Depot minimal um denselben Betrag nach. Mit einem Plus in diesem Jahr von 7,0 Prozent liegt das Depot nun 2,5 Prozentpunkte vor dem SMI.

Die aktuelle Lethargie der Anleger zeigt sich auch im VSMI, dem Volatilitätsindex des SMI. Dieser konnte zwar vor einer Woche etwas zulegen und einen Stand von 12,3 Prozent erreichen, fiel von diesem Zweimonatshoch jedoch in den letzten Tagen wieder auf 11,7 Prozent zurück. Es braucht nur noch wenig und die Kursausschläge erreichen damit wieder ihren absoluten Tiefstpunkt der letzten acht Jahre von 10,0 Prozent.

Leonteq notiert an wichtiger charttechnischer Marke

Die aktuelle Schlappheit am Markt zeigt sich auch an der Performance einer Reihe von Depotwerten. Seit vergangener Woche kamen nämlich beispielsweise auch Nestlé, Tamedia und Ypsomed nicht vom Fleck. Und die Stagnation der Kurse zeigt sich bei Barry Callebaut ganz besonders. Der Wert der Position des Schokoladenexperten im Depot bewegte sich per Wochenfrist exakt um einen Franken – der Wert stieg dabei von 32'129 auf 32'130 Franken.

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Etwas mehr Bewegung steckt in den Aktien von Aryzta und Leonteq. Sowohl die Neuaufnahme der vergangenen Woche wie auch der Finanzdienstleister konnten per Wochenfrist um rund 2 Prozent zulegen. Bei Aryzta setzt sich damit der jahrelange Aufwärtstrend mit der Jagd von einem Allzeithoch zum nächsten fort, bei Leonteq entwickelt sich die Ende Juni durchbrochene 200-Franken-Hürde nun langsam zum wichtigen Unterstützungsbereich. Anleger setzen bei Leonteq auf einen Rebound von der psychologischen Marke und auf schnelle Kursgewinne um 5 Prozent wie schon vor knapp zwei Wochen.

Bei der VP Bank könnte ein Rebound bevorstehen

Die VP Bank hingegen schmiert immer mehr ab. Nachdem die Aktie der Bank vor einem Jahr eine fulminante Rally um fast 50 Prozent in nur sechs Monaten starten konnte, ist der Titel nun bereits seit Mitte Januar und damit ebenfalls schon seit sechs Monaten auf Talfahrt. Die Notierung hat den Ausgangslevel (vom Juli 2013) des zwischenzeitlichen Gipfelsturms inzwischen fast schon wieder erreicht. Nun muss sich weisen, ob die 75-Franken-Marke als Unterstützung taugt. Auch hier setzen Anleger jetzt auf einen Rebound nach oben.

Ein Abprallen von der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends könnte es übrigens im SMI geben. Von dort konnte der Schweizer Leitindex in den letzten zwei Jahren schon mehrfach wieder nach oben drehen. Die anlaufende Berichtssaison könnte hierfür auch eine fundamentale Hilfestellung bieten. Das dürfte dann sicher auch die Titel im Depot wieder zum Leben erwecken.

Mehr zum Musterdepot finden Anleger unter thescreener.com