25 Prozent Plus in zwölf Monaten, 50 Prozent Kurssteigerung in den letzten drei Jahren, 170 Prozent Gewinn seit 2009 – keine Frage, nicht viele wichtige Aktienindizes konnten in den letzten Jahren so stark zulegen wie der Nasdaq 100.

Zu den klaren Kurstreibern des US-Technologieindex zählen dabei vor allem Indexschwergewichte wie Apple mit 400 Prozent Plus in fünf Jahren, Google mit rund 200 Prozent Kurssteigerung seit 2009, Facebook mit der Kursverdopplung in nur einem Jahr oder auch das alte Flaggschiff Microsoft mit immerhin rund 50 Prozent Wertsteigerung seit April 2013. Bei einem Börsenwert von rund 340 Milliarden Dollar ist die Softwareschmiede von Bill Gates damit wohl auch der globale Megakonzern mit der höchsten Performance seiner Grössenklasse.  

Der Navigationsexperte Garmin besticht mit Value-Attributen

Nun allerdings taucht Microsoft im Ranking des Researchhauses Obermatt unter den attraktivsten Nasdaq-100-Titeln bei den Kriterien Value, Wachstum und Sicherheit nur ganz weit hinten auf Platz zehn auf. Als besonders attraktiv stufen die Zürcher Anlageexperten hingegen die Aktie von Garmin ein. Der Kurs des Anbieters von Navigationssystemen konnte zwar in den letzten Jahren ebenfalls schön zulegen – nur schon in den letzten zwölf Monaten war das Kursplus bei 70 Prozent, doch der Konzern mit Firmensitz in Schaffhausen ist mit einem Börsenwert von 11 Milliarden Dollar noch vergleichsweise ein Leichtgewicht.

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Aber nur bei der Marktkapitalisierung. Obermatt ermittelt für Garmin nämlich nach Value-Aspekten, bei denen Bewertungszahlen wie Kurs/Buch- und Kurs/Gewinn-Verhältnis oder die Dividendenrendite berücksichtigt werden, die maximale Punktezahl von 100. Zwar belegt Garmin nach dem Obermatt-Ranking nach den Kriterien Wachstum und Sicherheit nur mittlere Plätze unter den Nasdaq-100-Mitgliedern, doch kombiniert schneidet der GPS-Spezialist unter den Tech-Werten insgesamt am besten ab (siehe Tabelle).

Wachstum bei Systemen für die Luft- und Schifffahrt sowie bei Sport und Fitness

Da das angestammte Geschäftsfeld mit mobilen Navigationssystemen fürs Auto unter rückläufigen Umsätzen leidet, setzt Garmin zunehmend auf andere Bereiche wie Schifffahrt, etwa mit Autopilotsystemen oder Radar und auf Produkte für die Luftfahrt oder für Sport und Fitness.

So brachte ein Umsatzrückgang von 13 Prozent im Autobereich – dort erwirtschaftet Garmin immer noch die Hälfte ihrer Umsätze – im vergangenen Jahr insgesamt ein leichtes Umsatzminus im Konzern von 3 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Starkes Wachstum von 11 und sogar 16 Prozent gab es hingegen bei Systemen für Fitness und Flugzeuge. Auch der Schiff- und Sportbereich konnte um 7 und 2 Prozent zulegen.

Fällt die 60-Dollar-Marke, sind schnell weitere Gewinne drin

In diesem Jahr erwartet Firmenchef Cliff Pemble in diesen Wachstumssegmenten durch die Einführung neuer Produkte weitere Steigerungen. Aber auch das alte Kerngeschäft mit Navigationssystemen wird beständig modernisiert, etwa durch Geräte mit grösseren Displays oder integrierten Kameras. Auf jeden Fall verschaffen Innovationen und die Erschliessung neuer Märkte der Aktie möglicherweise weiteren Auftrieb. Charttechnisch betrachtet, könnte hier schon bald der nächste Ausbruch bevorstehen. So konnte Garmin im Februar den starken Widerstand um 49 Dollar durchbrechen und danach dynamisch bis rund 55 Dollar klettern. Klappt nun der Sprung über die bereits in Reichweite befindliche 60-Dollar-Hürde, könnte die Notierung erneut an Tempo gewinnen.

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Übrigens konnte der Nasdaq 100 nach der Korrektur in den letzten vier Wochen von rund 5 Prozent vor wenigen Tagen wieder von der unteren Begrenzungslinie des Aufwärtstrends nach oben abprallen. Möglicherweise gewinnt der Markt jetzt wieder genug Schwung, um das Langzeithoch vom März bei 3727 Punkten zu knacken. Mit einem Call (ISIN: CH0218772116, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 3121 Punkte, Bezugsverhältnis 200:1) auf den Nasdaq 100 spielen Anleger dieses Szenario.

Erfahren Sie hier mehr zur Methode des Value-, Growth- und Safety-Rankings von Obermatt.