Nach sechs Jahren Hausse hatte es die Wall Street im 2015 schwer. In Erwartung eines neuen Zinszyklus wurde es sprichwörtlich zum «verflixten siebten Jahr», und die Kurse traten im Jahresverlauf weitgehend auf der Stelle. Auch, wenn mit der jüngsten Anhebung der Leitsätze durch Fed-Chefin Janet Yellen die Märkte mit Erleichterung reagieren, Dow Jones und S&P 500 liegen seit dem Jahresbeginn immer noch leicht im Minus.

Von ihrer starken Seite zeigten sich hingegen weiterhin US-Technologiewerte. Der Nasdaq 100 avancierte um knapp einen Zehntel und markierte sogar ein neues Allzeithoch. Den Index schoben Schwergewichte wie Amazon, die Google-Mutter Alphabet oder auch Facebook an, die zum Teil um mehr als einen Drittel klettern oder wie im Fall von Amazon sich sogar verdoppeln konnten. Der schwerste Titel im Nasdaq 100, Apple, hatte hingegen das Nachsehen. Die Papiere des Kultkonzerns, die sich seit 2009 mehr als verzehnfacht haben, drehten 2015 eine Nullrunde.

Starkes Wachstum, haussierende Kurse

Der Aufschwung der Tech-Konzerne gründet grösstenteils auf wachstumsstarken Bilanzen. Die Gewinne sprudeln dabei, wohin man hinblickt: Alphabet, Amazon, Facebook und Microsoft veröffentlichten zum dritten Quartal exzellente Zahlen und übertrafen allesamt die Erwartungen. Alphabet verdiente beispielsweise 48 Prozent mehr als im Vorjahr und sitzt zudem auf einem Cash-Berg von 72 Milliarden Dollar. Mit dem Geld macht Alphabet ihren Aktionären ein Geschenk und startete jüngst ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von fünf Milliarden Dollar. Die Aktie notiert auf Allzeithoch.

Auch beim Tech-Dinosaurier Microsoft geht es wieder aufwärts. Abos für die Office-Programme sowie für die Cloud-Dienste brachten das Geschäft in Schwung. Der Umsatz mit Windows ging zwar um 17 Prozent zurück, doch ist das Geschäft in der IT-Wolke für Microsoft deutlich profitabler. Die Sparte erzielte im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar, der Windows-Bereich erwirtschaftete hingegen nur 1,6 Milliarden Dollar.

Eins zu eins mit dabei

Wer das positive Momentum der Tech-Titel nutzen möchte, kann dies einfach und effektiv mit einem ETF tun. Amundi hat einen entsprechenden passiven Fonds im Angebot (ISIN FR0010912568), der mit einer Verwaltungsgebühr von jährlich 0,23 Prozent derzeit die günstigste Variante an der SIX Swiss Exchange darstellt. Der ETF spiegelt abzüglich der geringen Fee den Kursverlauf des Nasdaq 100 eins zu eins wider.

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Dominiert wird der Index von den Top 10. Diese zeigen sich für die Hälfte der Kursbewegungen im Index verantwortlich. Nebst den bereits erwähnten Valoren befinden sich Intel, Cisco, Comcast sowie der Biotech-Titel Gilead Sciences unter diesen grössten zehn Titeln.  

Teilgeschützte Baskets

Auch für konservative Anleger lassen sich bei den Emittenten interessante Lösungen finden, um in Tech-Titel teilgeschützt einzusteigen. So hat beispielsweise die Bank Vontobel einen Multi Barrier Reverse Convertible (BRC) auf Alphabet, Amazon und Microsoft (ISIN CH0301887268) am Start. Dieser wirft pro Jahr eine Rendite von 10,0 Prozent p.a. ab. Den Valoren lässt die Struktur auch grosszügig Platz, sich zu bewegen. Die für die Rückzahlung der Nominalbeträge wichtigen Barrieren sind 40 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt.

Die Credit Suisse hat ein ebenso reizvolles Paket geschnürt, um 2016 auch bei seitwärts tendierenden Kursen der Tech-Riesen Renditen einfahren zu können. Der noch bis zum 18. Dezember in der Zeichnung stehende Multi BRC (ISIN CH0297967504) auf Apple, Alphabet und Facebook bietet mit einem Risikopuffer von 45 Prozent sogar noch etwas mehr Sicherheit. Dies geht zwar etwas zu Lasten der Rendite, der Coupon in der Höhe von 8,25 Prozent p.a. kann sich aber durchaus sehen lassen.

Aussichtsreiche Einzelwerte-Investments

Sollte Apple auch im neuen Jahr ihren Seitwärtskurs beibehalten können, wäre der BRC (ISIN CH0289804301) von Julius Bär eine gute Produktlösung. Dieser stellt eine Gewinnchance von 7,1 Prozent p.a.  in Aussicht. Geschützt wird dieser Maximalertrag von einem komfortablen Puffer von 35 Prozent.

Auf Renditefang lässt sich aber auch beim einzigen Biotech-Titel unter den zehn schwersten Nasdaq-100-Mitgliedern gehen. Die Aktie des Unternehmens, dessen Kernkompetenz bei der Entwicklung von therapeutischen Lösungen für die Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten liegt, entwickelte sich 2015 wie der Markt. Sollte Gilead die 100-Dollar-Marke verteidigen können und am 30. September 2016 mindestens auf diesem Niveau schliessen, würde das Discount-Zertifikat (ISIN CH0298001576) der UBS einen ansehnlichen Ertrag von 15,3 Prozent p.a. abwerfen. Wer aktuell einsteigt, bekommt damit einen Rabatt von 10,6 Prozent auf den Gilead-Kurs.