Es kommt Bewegung in die Lebensmittelindustrie. Auch wenn Nestlé nicht direkt etwas damit zu tun hat, dürfte es den weltweit grössten Nahrungsmittelkonzern dennoch nicht kalt lassen: Die deutsche Milliardärs-Familie Reimann baut mit der Akquisition des Kaffee-Geschäfts des US-Süsswarenriesen Mondelez ihr Getränke-Imperium aus und stellt sich mit seinem Kaffeemarken-Trio Jacobs, Tassimo und Senseo gegen Nestlé.

Der heimische Konzern profitiert mit seinem Brand «Nespresso» seit Jahren vom Boom bei Kaffeekapseln. Zwar weist Nestlé keine konkreten Zahlen dazu aus, doch erzielte die Sparte «Übrige», in der das Nespresso-Geschäft enthalten ist, 2013 ein organisches Wachstum von 5,4 Prozent sowie eine hohe operative Marge von 17,7 Prozent. Das Unternehmen sprach bei der Entwicklung von Nespresso von einer «weltweit starken Leistung». Diese setzte sich im ersten Quartal 2014 fort. Mit der stetigen Ergänzung der Angebotspalette von Grand-Cru-Kaffee sowie durch die Einführung der neuen Inissia-Maschine und durch die Eröffnung neuer Boutiquen behielt Nespresso seine «starke Wachstumsdynamik» bei.

Zurück zu alter Stärke

Auch wenn die Konzernergebnisse zuletzt eher durchwachsen ausfielen, könnte die Wende kurz bevorstehen. Experten gehen davon aus, dass das Gewinnwachstum in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen wird. «Unterstützung dürfte durch steigende Preise für Kaffee kommen und dadurch, dass Innovationen und Produkteinführungen im Bereich Tierpflege dann voll zum Tragen kommen sollten», erläutert HSBC-Analyst Cedric Besnard. Marktteilnehmer positionieren sich bereits: Das SMI-Schwergewicht schaffte vor einigen Tagen den Ausbruch auf ein neues Allzeithoch.

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Mit dem Outperformance-Zertifikat der Notenstein Privatbank können Anleger gehebelt auf weitere Kursavancen setzen. Der Strike, ab dem der Faktor von 2,35 aktiv wird, liegt mit 68.40 Franken leicht unter dem aktuellen Nestlé-Kurs. Sollte der Basiswert unter dieses Niveau abtauchen, nimmt das Zertifikat aber nur eins zu eins daran teil.

Danone vor Milliardendeal

Zurück zu den Übernahmen. Nestlé mischt im Konsolidierungsprozess der Branche seit Jahren mit und steht offenbar kurz davor, seinem Konkurrenten Danone die Sparte der medizinischen Ernährung abzukaufen. Nach Angaben des Nachrichtendienstes Bloomberg sind die Gespräche über die Übernahme bereits weit fortgeschritten. Dies würde Milliarden in die Kassen der Franzosen spülen. Auf operativer Ebene leidet Danone derzeit durch die Verschiebungen auf den Devisenmärkten, insbesondere beim brasilianischen Real und beim russischen Rubel. Konzernweit sanken die Erlöse in den ersten drei Monaten um 5,2 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Ohne Währungseffekte sowie den Einfluss von Zukäufen würde ein Umsatzplus von 2,2 Prozent zu Buche stehen. Den Glanzpunkt im Auftaktquartal setzte der Heimatmarkt, in dem Danone erstmals seit drei Jahren wieder Wachstum verzeichnete.

Die Aktie konnte kürzlich ihren mittelfristigen Abwärtstrend nach oben durchbrechen und überwand gleichzeitig die 200-Tage-Linie. Anleger können mit dem Bonus-Zertifikat der Bank Vontobel auf eine Trendfortsetzung spekulieren. Das Produkt nimmt vollständig an der Kursentwicklung teil. Für den Fall, dass der Titel noch einmal zurückkommen sollte, bietet die Barriere bei 46 Euro einen Teilschutz. Solange diese unversehrt bleibt, kommt am Laufzeitende mindestens die Bonus-Rendite von 9,8 Prozent zur Auszahlung.

Erwartungen erfüllt

Ein vergleichbares Chartbild zeigt sich beim niederländischen Wettbewerber Unilever. Auch dieser Aktie ist der Ausbruch nach oben gelungen, die Nachhaltigkeit des Trends muss sich aber erst noch beweisen. Auf operativer Ebene konnte der Konsumgüterriese jüngst die Marktprognosen erfüllen. Zum Jahresauftakt legten die Erlöse währungsbereinigt auf vergleichbarer Basis um 3,6 Prozent zu. Die UBS hat ihre Einstufung für Unilever nach den Zahlen auf «Neutral» belassen.

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In dieses Szenario passt das Discount-Zertifikat der Credit Suisse. Mit dem Rabattpapier lässt sich ein Seitwärtskurs der Aktie in bare Münze umwandeln. Notiert Unilever am Bewertungstag mindestens bei 30,50 Euro, also rund einen Euro unter dem aktuellen Kurs, erzielt das Produkt die Maximalrendite von annualisiert 4,1 Prozent.

Das Hebelpapier der Notenstein Privatbank verfügt über eine Partizipationsrate von 235 Prozent. Trotz der überproportionalen Chance sind Anleger unterhalb des Strikes nicht schlechter gestellt als mit einem Direktinvestment. Die Laufzeit endet am 21.9.2015.

Das strukturierte Produkt bietet eine Seitwärtsrendite von 9,8 Prozent. Um diese zu erzielen, reicht es, wenn der Kurs der Danone-Aktie bis zum Laufzeitende am 18.9.2015 stagniert. Da kein Cap in der Struktur vorgesehen ist, profitiert das Zertifikat an Kursen oberhalb des Bonus-Levels zu 100 Prozent mit.

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Das Discount-Zertifikat auf den Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Duschgel bietet einen Rabatt von 3,6 Prozent auf den derzeitigen Kurs der Unilever-Aktie. Die Renditechance beträgt 4,1 Prozent p.a. Aufgrund der unterjährigen Laufzeit (Fälligkeit 15.4.2015) ist der Gewinn für Schweizer Privatanleger steuerfrei.

Das Multi-Express-Papier zahlt jeden Monat einen Coupon von 0,66 Prozent, sofern das Basiswert-Trio am jeweiligen Stichtag mindestens über dem Trigger-Level bei 80 Prozent der Startwerte notiert. Ab Februar 2015 kann es dann monatlich zu einer vorzeitigen Rückzahlung kommen, sollten die Basiswerte an einem Beobachtungstag geschlossen auf ihren Startwerten notieren.

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