Das Jahr 2016 steht vor der Tür, und damit rückt die Zeit näher, in der sich Anleger die Frage stellen müssen: Mit welchen strukturierten Produkten lässt sich auch im kommenden Jahr Rendite schöpfen? Um dies zu beantworten, gilt es als Erstes, einen Blick auf die Finanzmärkte und deren weiteres Potenzial zu werfen.

Unbestritten dürfte sein, dass die Notenbanken weiterhin eine dominierende Rolle einnehmen werden. Die regionale Divergenz, also sinkende Zinsen im Euro-Raum und steigende Leitzinsen in Übersee, dürfte dabei im Vordergrund stehen. «Ganz wie 2015 stehen die Märkte im Bann der Zentralbanken. Doch 2016 wird das Jahr der Entscheidungen», sagt Stefan Kreuzkamp, CIO von Deutsche Asset & Wealth Management, und fügt hinzu: «Die Fed wird den Weg weisen müssen, um zu zeigen, dass die Geldpolitik tatsächlich normalisiert werden kann.»

Europa versus USA – eine offensive Spekulation

Das erwartete weitere Öffnen der Geldschleusen seitens der EZB und gleichzeitig die Zügel, die in den USA angezogen werden, könnten den Aktien auf dem alten Kontinent weiter in die Hände spielen. Im laufenden Jahr hat der EURO STOXX die Wall Street bereits um rund fünf Prozentpunkte hinter sich gelassen. Mit einem ausgeklügelten Outperformance-Zertifikat auf EURO STOXX 50 versus S&P 500 (ISIN CH0266691507) von Leonteq lässt sich dieses Szenario in Gewinne münzen.

Dem Produkt, das noch bis zum 16. Dezember in der Zeichnung steht, liegt ein sogenannter Long/Short-Ansatz zugrunde. Das heisst: Die Struktur besitzt auf Seiten des EURO STOXX 50 eine Long-Position und geht gleichzeitig Short im S&P 500. Sollte am Laufzeitende in zwei Jahren der Vergleich dieser beiden Positionen positiv ausfallen, also das europäische Leitbarometer besser als das US-Pendant abgeschnitten haben, wirft das Zertifikat eine Rendite ab. Und zwar eine überproportionale, denn auf der Oberseite wirkt ein Hebel von 1,35. Ein Beispiel: Sollte der EURO STOXX 50 beim Schlussfixing 20 Prozent im Plus notieren und der S&P 500 nur um die Hälfte vorankommen, läge die Outperformance bei zehn Prozentpunkten. Aufgrund des Partizipationsfaktors würde das Zertifikat aber eine Rendite von 13,5 Prozent erzielen. Im umgekehrten Fall würden Verluste anfallen, dann reduziert sich die Rückzahlung entsprechend des negativen Saldos der Long/Short-Strategie.

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Die Greenback-Profiteure

Die unterschiedlichen geldpolitischen Massnahmen dies- und jenseits des Atlantiks könnten zudem in einem stärkeren US-Dollar münden. Gegenüber dem Euro und dem Franken zieht der Greenback schon seit längerer Zeit an. Credit Suisse Research hat die Aktienmärkte auf Gewinner dieses Szenario durchforstet. Dabei wurde die Sensitivität gegenüber einem stärkeren Dollar geprüft und in Relation zum Umsatzanteil in den USA gesetzt. Fündig sind die Experten hierzulande unter anderem bei Nestlé, Roche und Lonza geworden.

Die Credit Suisse hat dieses Trio in ein Coupon-Bonus-Zertifikat (ISIN CH0301125297) verpackt und es bis zum 15. Dezember in Zeichnung gestellt. Der Coupon beträgt 2,5 Prozent p.a. und wird halbjährlich ausbezahlt, die Barrier befindet sich bei 69 Prozent der Startwerte. Zuzüglich zum garantierten Zins profitieren Inhaber auch von steigenden Kursen. Sollte keiner der Basiswerte seine Barriere touchieren, nimmt das Produkt zu 100 Prozent an der positiven Wertentwicklung des Baskets teil.

Metro, Unilever, Carrefour – an steigender Konsumlust mitverdienen

Dass die Politik des billigen Geldes die europäische Konjunktur in Schwung hält, zeigen die jüngsten Wirtschaftsdaten. So legte das Bruttoinlandprodukt von Juli bis September gegenüber dem vorherigen Quartal um 0,3 Prozent zu. Dies ist insbesondere der Kauflust der Konsumenten zu verdanken, der Konsum erhöhte sich um 0,4 Prozent. Davon profitieren Unternehmen wie Carrefour. Der französische Einzelhandelsriese konnte seine Erlöse im dritten Quartal um 4,2 Prozent steigern und damit die Erwartungen übertreffen. «Europa ist zur Wachstumsmaschine des Konzerns geworden», sagte Finanzchef Pierre-Jean Sivignon bei der Zahlenvorlage. Insgesamt trägt das Geschäft auf dem alten Kontinent zu rund drei Vierteln zum Umsatz bei.

Zusammen mit den beiden Branchenkollegen Metro und Unilever bildet Carrefour das Fundament des brandneuen Barrier Reverse Convertibles (ISIN CH0305132422) aus dem Hause ZKB. Das Produkt mit einer Laufzeit von einem Jahr verfügt über einen ansehnlichen Coupon von 9,75 Prozent p.a. sowie über einen komfortablen Risikopuffer von 35 Prozent. Alle drei Valoren haben seit 2012 ihr Barriere-Niveau nicht mehr angetastet. Bleibt das in den kommenden zwölf Monaten so, ist am Ende die Maximalrendite garantiert.