Vergangene Woche war Horror im Depot! Zwar hielten sich Banque Cantonale Vaudoise, Intershop, Belimo und Orior stabil und vor allem Bobst, Sunrise und St. Galler Kantonalbank konnten sogar zulegen, doch rutschte das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot per Wochenfrist bei der Performance seit dem Jahresbeginn von -2,7 auf -3,8 Prozent. Bei einem stabilen SMI verringerte sich die Outperformance YTD – «year to date» – des Depots somit von 7,0 auf 5,8 Prozentpunkte.

Alpiq – die Zahlen waren eine Katastrophe

Der Grund für das Minus waren katastrophale Jahreszahlen bei Alpiq und ein kompletter Einbruch der Aktie. So verzeichnete der Versorger im vergangenen Jahr wegen der tiefen Grosshandelspreise bei Strom und wegen des starken Frankens nicht nur einen Umsatzrückgang um 16,7 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken, sondern musste auch Wertberichtigungen in der Höhe von 855 Millionen Franken melden. Es gibt keine Dividende, und der Kursverlust von 30 Prozent innert weniger Tage ist dann insgesamt auch kein Wunder. Mit einem Minus von -19,4 Prozent wurde Alpiq so auch mit einem noch vergleichsweise geringen Verlust aus dem Depot geräumt.

Alpiq ist also raus. Wieder im Depot ist VZ Holding. Die Aktie brachte schon im vergangenen Jahr schöne Gewinne in das Portfolio und ist jetzt wieder hochattraktiv. Immerhin hat der Kurs des Finanzdienstleisters nach dem Überspringen der 300-Franken-Marke Anfang Dezember deutlich korrigiert und auch in der breiten Börsenschwäche rund 25 Prozent an Wert verloren.

Anzeige

VZ Holding – die Zeichen stehen auf weitere Expansion

Dabei läuft es beim Experten für Vermögensanlage operativ rund. Der Betriebsertrag im vergangenen Jahr stieg um 15 Prozent auf 226,4 Millionen Franken, der Rohertrag kletterte um 17 Prozent, und der Reingewinn landete mit einem Plus von 20 Prozent auf 84,3 Millionen Franken. Erfreulich ist auch die Entwicklung der Kundengelder. Das verwaltete Vermögen stieg im 2015 um 13 Prozent auf 16,5 Milliarden Franken, und es gab einen Zufluss an Neugeldern in der Höhe von 2,2 Milliarden Franken.

Und das Wachstum soll weitergehen. Die Zahl der Kundenberater soll von durchschnittlich 112 im 2015 auf 125 in diesem Jahr steigen, und das soll einen weiteren Zufluss an Neugeldern von 2,1 bis 2,5 Milliarden Franken bringen. In zwei Jahren – Ende 2018 – sollen dann bereits 160 Kundenberater für VZ Holding tätig sein und dann jährliche Mittelzuflüsse der Kunden von 2,7 bis 3,2 Milliarden Franken bringen.

Chart – die Aktie steht vor dem Rebound von der Trendlinie

Die Anhebung der Dividende von 3.50 auf 4.20 Franken ist angesichts der guten Daten eher nurmehr eine Formalie. Mit rund 20er-KGV in diesem Jahr ist VZ Holding zwar nicht ganz günstig, doch das Wachstum geht weiter, und aus technischer Sicht hat sich jetzt eine interessante Konstellation herausgebildet: Die Aktie notiert an der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends. Möglicherweise wird der Titel von dort jetzt wieder schnell in Richtung 300 Franken nach oben drehen.