Rabenschwarze Woche im Depot: Infolge von Kursrückschlägen bei mehreren Portfoliowerten gibt das von thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Depot seine Performance von 3,0 Prozent in diesem Jahr komplett ab und steht wertmässig nun wieder da, von wo aus es zu Jahresbeginn gestartet war.

Wochenverlierer ist eindeutig Leonteq. Die Aktie des Finanzdienstleisters hat in wenigen Tagen mehr als 10 Prozent an Wert verloren.

Leonteq – das Pendel kann schnell wieder nach oben ausschlagen

Immerhin konnte der Titel seit Jahresbeginn aber schon um über 50 Prozent zulegen. Die Verluste gehen hier auf das Konto von Gewinnmitnahmen, infolge der Rückstufungen in den letzten Wochen durch Analysten. Mit einer Volatilität von 37,9 Prozent (VSMI: 10,6 Prozent) ist die Aktie des Konzerns aus Zürich extrem schwankungsanfällig. Das Kurspendel könnte deshalb nach den herben Verlusten in den letzten Tagen auch schnell wieder deutlich in die Gegenrichtung ausschlagen.

Bei Tecan hingegen wird es keine Kurssteigerungen im Depot mehr geben. Die Aktie wurde vor wenigen Tagen nach einem kurzen Intermezzo von knapp zwei Monaten mit einem leichten Verlust von 1,8 Prozent wieder verkauft.

Neuaufnahme Phoenix Mecano vor Wachstumsbeschleunigung

An Stelle des Spezialisten für Laborgeräte kam die Aktie von Phoenix Mecano neu ins Depot. Das Technologieunternehmen aus Stein am Rhein ist auf die Herstellung von Produkten in den Bereichen der Gehäusetechnik und auf industrieelle Komponenten für Kunden aus Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik sowie Luft- und Raumfahrt spezialisiert. 

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Nachdem die Umsätze bei Phoenix Mecano in den letzten Jahren im Bereich von rund 500 Millionen Franken mehr oder weniger stagnierten, zeichnet sich nun für die kommenden Jahre wieder Wachstum ab. So hat das SPI-Mitglied verschiedene Wachstumsinitiativen eingeleitet. Dazu zählt etwa die Einführung neuer Produkte oder die Übernahme eines Spezialisten für hochpräzise Messsysteme. Zusätzlich wurde auch die Organisationsstruktur hinsichtlich Effizienz überarbeitet.

Dividende steigt überproportional

Anleger können deshalb nicht nur mit höheren Gewinnen rechnen, sondern auch mit überproportional steigenden Dividenden. Die Ausschüttungsquote des um Sonderfaktoren bereinigten Nettoergebnisses soll künftig nämlich nicht mehr bei 20 bis 30 Prozent liegen, sondern auf 40 bis 50 Prozent steigen. Damit dürften sich künftige Dividendenzahlungen bei steigendem Gewinnniveau mehr als verdoppeln.

Beim Ergebnis je Aktie von 23.40 Franken im 2013 gab es eine Dividende von 15.0 Franken – Rendite 2,6 Prozent –, in wenigen Jahren könnten schon Beträge von 20 bis 30 Franken zur Auszahlung kommen, was einer Rendite von über 5 Prozent entsprechen würde.

Aktie notiert an wichtiger Charthürde

Phoenix Mecano dürfte damit schon aus Dividendengesichtspunkten mittel- bis langfristig spannend werden. Kurzfristig ist der Wert technisch interessant, notiert die Aktie derzeit doch am starken Widerstand um 575 Franken, wie im Jahr 2012. Ein Sprung über diese Zone hinaus könnte zusammen mit operativen Erfolgen ganz schnell Kurse von über 600 Franken bringen. Eine wichtige Indikation dazu wird möglicherweise von der Präsentation der Halbjahresresultate am 15. August kommen.

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