Szenario Gesamtmarkt Bei 9067 Punkten markierte der SMI Ende vergangener Woche ein weiteres Verlaufshoch. Allerdings kam es anschliessend zu einer Konsolidierung. Dabei tauchte der Index auf die horizontale Unterstützung bei 8950 Zählern ab. Zwar fanden die 20 Blue Chips hier ein weiteres Mal Halt, gleichwohl mahnt die Charttechnik zur Vorsicht. Insbesondere der viel beachtete MACD-Indikator könnte schon bald ein Verkaufssignal liefern. In diesem Fall läge das erste Kursziel nach unten bei 8900 Punkten. Rund 50 Zähler tiefer wartet ein weiterer Support.

Das Produkt Zu den umsatzstärksten, auf dem SMI basierenden Put-Warrants zählte in den vergangenen Tagen eine Variante (ISIN CH0222770809) der UBS. Der Strike des bereits im September 2013 emittierten Derivats liegt bei 9500 Punkten. Damit notiert das Produkt deutlich im Geld. Diese Konstellation sorgt dafür, dass der Optionsschein eine Korrektur beim SMI mit einem Hebel von aktuell 9,6 in Gewinne umwandeln würde. Sollte der Index hingegen seine Aufwärtsbewegung fortsetzen, müssten Halter mit hohen Verlusten rechnen. In diesem Szenario würde allein der schwindende Zeitwert am Kapitaleinsatz knabbern. Der Verfall ist auf den 17. Dezember terminiert.

Ein Hebel für den Euro

Szenario Einzelwert Sukzessive hat sich der Euro in Relation zum Franken in den vergangenen Wochen erholt. Gegenüber dem Schlussstand vom 15. Januar, an diesem Tag gab die SNB ihren Entscheid bekannt, steht ein Plus von 8 Prozent. Einen zusätzlichen Schub verpasste dem Devisengespann EUR/CHF die Politik. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann brachten in einer gemeinsamen Analyse einen neuen Mindestkurs ins Spiel. Das berichtete die «Handelszeitung» in ihrer gestrigen Ausgabe. Auch wenn prompt ein Dementi aus Bern kam: Weitere Interventionen – in welcher Form auch immer – sind nicht vom Tisch. Schon allein deshalb stehen die Chancen gut, dass der Euro seiner kurzfristigen Aufwärtsbewegung treu bleiben wird.

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Das Produkt Eine Möglichkeit, auf Avancen beim Devisengespann EUR/CHF zu setzen, bietet der Long Mini-Future (ISIN CH0267738802). Das Vontobel-Produkt partizipiert mit einem Hebel von aktuell 11,5 an einer Euro-Aufwertung. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der dynamische Stop-Loss. Sobald der Basiswert auf diese Marke abtaucht, verfällt der Mini-Future vorzeitig. Anleger müssen sich dann mit einem kleinen Restwert begnügen. Aktuell liegt der Stop-Loss mit 0.9931 Franken unterhalb des Paritätskurses. Trotz eines Polsters von rund 7 Prozent drohen überproportionale Verluste, falls das Kalkül eines steigenden Wechselkurses nicht aufgeht.