Rohstoffe sind im Abseits. Es gibt keine heissen und langen Storys mehr, der Run von Investoren auf die Assetklasse ist verebbt. Obwohl das Thema derzeit wenig gespielt wird, sollten Anleger Rohstoffe nicht vergessen. Denn bei einigen steht möglicherweise der Ausbruch kurz bevor. Und es gibt weitere Chartsignale. Drei Beispiele.

Erstens: Öl. Auf den 2008er-Öl-Rausch – Analysten hielten damals Barrel-Preise von über 200 Dollar für möglich – folgt der jahrelange Kater. Das Interesse am Schwarzen Gold ist fast versiegt. Nimmt man die Suchabfragen auf Google zu Begriffen wie «Rohöl» oder «Crude Oil», zeigt sich ein klarer Trend: Von den Hochs im 2008 mit 100 Prozent ist nichts mehr zu sehen. Derzeit kommt der Energieträger auf einen Zehntel der ehemaligen Google-Suchabfragen.

Öl: Auf einen Rückfall bis 105 Dollar spekulieren

Auch der Kurs schläft ein. Die Sorte Brent läuft seit zwei Jahren in einer engen Handelsspanne zwischen 100 und 120 Dollar je Barrel. Seit dem Jahresanfang ist die Range sogar auf 105 bis 110 Dollar geschrumpft. Zwar treibt aktuell der Vormarsch von Islamisten auf die irakische Hauptstadt Bagdad den Kurs und befürchtete Lieferengpässe aus dem Irak zogen Brent am Donnerstag auf über 111 Dollar je Barrel, doch politische Börsen haben bekanntermassen kurze Beine. Und der Ölpreis ist von dieser Marke in diesem Jahr auch schon mehrfach wieder nach unten auf bis 105 Dollar abgestürzt. Trotz Islamisten-Furcht spielen risikofreudige Anleger jetzt wieder dieses Szenario mit einem Put-Zertifikat (ISIN: CH0244489255, Laufzeit endlos, Basispreis und Knock-out jeweils 118,78 Dollar). Fällt die Brentnotierung auf 105 Dollar je Barrel, dann winken mit dem Zertifikat über 100 Prozent Gewinn.

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Silber: Den Rebound von der Unterstützung spielen

Zweitens: Silber. Wie Gold, ist auch das Edelmetall Nummer zwei bei Anlegern seit 2013 kaum mehr gefragt. Durch den Preisverfall bei Silber in den letzten drei Monaten von 22 auf 19 Dollar je Unze ist das Metall aber charttechnisch hochinteressant: In den letzten zwölf Monaten hat sich hier eine starke Unterstützungszone herausgebildet.

Vom aktuellen Niveau konnte die Notierung seither bereits zweimal massiv innert weniger Wochen um 10 und 20 Prozent nach oben drehen. Mit einem Call (ISIN: CH0214851005, Laufzeit endlos, Basispreis und Knock-out jeweils 17,70 Dollar) setzen Anleger auf ein erneutes und schnelles Anziehen der Silbernotierung. Steigt Silber wieder auf 21 Dollar, ist mit dem Zertifikat in etwa die Kursverdopplung drin.

Aluminium: Auf Kapazitätsengpässe setzen

Drittens: Aluminium. Das Industriemetall ist vor wenigen Tagen aus dem 2013er-Abwärtstrend nach oben ausgebrochen, und der wichtige Widerstand im Bereich von 1900 Dollar je Tonne ist zum Greifen nah. Das Metall notiert damit auf dem höchsten Stand seit neun Monaten. Aber nicht nur technisch, auch fundamental kommt die Aluminium-Szene in Bewegung. Short-Spekulanten, die den Kurs von Aluminium in letzter Zeit nach unten drückten, sind im Moment kein Thema mehr. Und es gibt den Abbau von Kapazitäten und drohende Exportverbote für russische Lieferanten.

Rusal, der grösste Aluminiumproduzent der Welt, hält in den nächsten Monaten Aluminiumpreise von 2000 Dollar je Tonne für möglich. Zusammen mit dem Chart ist das eine explosive Mixtur für risikofreudige Anleger. Mit einem Zertifikat (ISIN: DE000DZE8FG9, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 1709,657 Dollar) bietet sich die Chance, schon kleine Kursbewegungen nach oben beim Basiswert mit einem 11er-Hebel kräftig zu verstärken.

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