Nichts Weltbewegendes gab es in der vergangenen Woche im automatisiert vom Researchhaus thescreener.com für stocksDIGITAL geführten Musterdepot. Zumindest bei der Performance YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang. So gaben der breite Aktienmarkt mit dem SMI und das Depot jeweils im Gleichschritt leicht nach. Die Outperformance des Depots gegenüber dem Schweizer Leitindex bezogen auf den Jahresstart stagnierte dadurch bei 22,5 Prozentpunkten.

Die meisten Werte zeigten sich so auch stabil. Lediglich bei Banque Cantonale Vaudoise, Intershop und Mobimo gab es leichte Kursverluste. Dabei bewegt sich die Aktie von BCV nach wie vor nicht weit unter ihrem Achtjahreshoch, dem Rekordlevel aus 2007. Beim Geldhaus aus Lausanne dürfte es wohl frühestens bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen am 18. Februar wieder zu nennenswerten Kursimpulsen kommen. Möglicherweise wird die Aktie dann auf ein neues Allzeithoch zustürmen.

Ascom raus, Orior rein

Während Intershop nach dem Kursverfall der letzten Wochen jetzt wieder an der starken Unterstützung um 400 Franken vor sich hindümpelt, notiert die Aktie von Mobimo am Widerstand bei 220 Franken. Gewaltige Kursschübe sind bei der Immobiliengesellschaft kurzfristig betrachtet zwar nicht zu erwarten, doch der Fall der Hürde könnte ein neues Allzeithoch und Kurse von über 230 Franken bringen.

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Während insgesamt also eher weihnachtlicher Frieden im Depot herrscht, gab es zumindest bei der Zusammensetzung des Portfolios etwas Bewegung. Denn Ascom wurde nach sechs Monaten mit einem kleinen Verlust von 2,4 Prozent durch den Neuaufsteiger Orior ersetzt.

Der Neueinsteiger ist nicht teuer

Der Nahrungsmittelkonzern stand erst vor wenigen Tagen durch den Abschluss eines Lizenz- und Kooperationsvertrags mit dem deutschen Hersteller von vegetarischen Bioprodukten und von Tofu – Tofutown – im Fokus von Nebenwerteanlegern. Des Weiteren soll ab Januar mit Oscar Marini ein neuer Chef die Pasta-Marke Pastinelle verantworten und in der gesamten Orior-Gruppe das Thema Innovationen vorantreiben. Nach den Kurssteigerungen seit November konnte die Aktie des Konzerns aus Zürich das Allzeithoch vom März bei rund 60 Franken erreichen und sogar überbieten.

Derzeit notiert die Aktie auf der Unterstützung der 60er-Marke. Hop oder top heisst es hier: Möglicherweise dreht der Kurs nun wieder schnell nach oben, oder aber, er kommt im Fall eines Durchbrechens der Unterstützung nach unten verstärkt unter Druck. Fundamental  scheint der Titel jedenfalls mit einem erwarteten 13er-KGV nicht sonderlich hoch bewertet zu sein.