Szenario Einzelwert: Im Wochenvergleich bewegte sich der SMI in einer sehr engen Spanne von nur 80 Punkten. Dies drückte die Volatilität im VSMI auf einen tiefen Wert von 3,8 Prozent. Zum Vergleich: Auf Jahressicht liegt die Schwankungsbreite bei 10,1 Prozent. Auslöser war das gespannte Warten auf die US-Notenbank sowie auf die Beurteilung der geldpolitischen Lage durch die SNB. Aber weder die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen noch SNB-Oberhaupt Thomas Jordan hatte Überraschendes im Gepäck. An den niedrigen Zinsen wurde festgehalten. Der SMI gab daraufhin leicht ab und fiel unter die Marke von 8800 Punkten zurück. Um technisch betrachtet wieder Fahrt nach oben aufnehmen zu können, muss der Index erst über das Zwischenhoch bei 8832 Punkten klettern. Der Bereich um 8850 Punkte stellt aber eine zähe Hürde dar, an der der SMI im September schon mehrmals gescheitert ist. Fällt diese Marke endlich, wird der Index wahrscheinlich schnell in Richtung der psychologisch wichtigen Grenze von 9000 Punkten klettern.

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Das Produkt: Wer trotz der derzeitigen Lethargie beim SMI an einen raschen Erfolg der Bullen glaubt, kann mit dem Call Warrant (ISIN CH0222770437) der UBS auch schon einen kleinen Kursanstieg im SMI gewaltig hebeln. Der Strike des Derivats liegt bei der 9000-Punktemarke. Damit der Schein ins Geld kommt, hat der Index bis zum 18. Dezember 2014 Zeit. Dann ist die Fälligkeit des Warrants erreicht. Der Hebel beträgt aktuell 22,5.

Richemont verliert an Glanz

Szenario Einzelwert: Mit einem Minus von mehr als 4 Prozent quittierten Anleger das jüngste Trading-Statement von Richemont. Der Luxusgüterhersteller, der mit Marken wie Cartier oder Lange & Söhne weltbekannt ist, konnte von April bis August die hohen Erwartungen der Finanzgemeinde nicht erfüllen. Die Verkäufe legten zu konstanten Wechselkursen lediglich um 4 Prozent und damit nur noch knapp halb so stark zu wie ein Jahr zuvor. Insbesondere in den wachstumsstarken Märkten konnte Richemont ihre edlen Accessoires nur schwer an den Mann bringen. Das galt besonders für Hongkong, Macao und China. Insgesamt ging der Absatz in der Region Asien–Pazifik um 2 Prozent zurück. Co-Konzernchef Bernard Fornas zeigt sich dennoch zuversichtlich: «Es gibt so viele reiche Menschen in China und einen rasch wachsenden Mittelstand.»

Das Produkt: Die Unsicherheit wegen der Zahlen könnte längere Zeit auf der Richemont-Aktie lasten und grössere Kletterversuche unterbinden. Mit dem Discount-Zertifikat (ISIN CH0245049199) der UBS können Anleger selbst bei stagnierenden Kursen eine attraktive Rendite von annualisiert 7,6 Prozent erzielen. Dies ist dann der Fall, wenn der SMI-Titel am Laufzeitende am 15. Mai 2015 mindestens auf dem Cap bei 81 Franken notiert. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Aktie sogar noch moderat fallen darf, ohne dass der Maximalgewinn verloren geht.