ABB: 14 Prozent Kursplus in zwei Monaten. LafargeHolcim und Flughafen Zürich: Jeweils 13 Prozent Gewinn in einem Monat. Burckhardt Compression: Kursexplosion um 16,7 Prozent innert einer Woche!

Die von der Redaktion von stocksDIGITAL Anfang Oktober aus den Kurslisten herausgepickten «heissen Rebound-Kandidaten» konnten überwiegend ganz schnell kräftig zulegen und dabei die damals gesteckten kurzfristigen Kursziele erreichen. Lediglich Kudelski und Adecco schafften nur kleine Steigerungen und laufen in etwa im Gleichschritt mit dem SMI.

Rebound – erneut schnelle Gewinne und worauf es ankommt

Wie schon wiederholt bei ähnlichen Spekulationen in den letzten Jahren konnten Leser von stocksDIGITAL damit auch bei der letzten Selektion von Titeln für den schnellen Rebound und Ausbruch schön verdienen.

Das wichtigste Kaufmotiv für die Auswahl war dabei regelmässig die Charttechnik: Interessant waren Aktien, die wichtige technische Zonen oder Linien erreicht hatten. Dazu zählen etwa Widerstand oder Unterstützung, psychologische Marken wie 50, 100 oder auch 1000 Franken, gleitende Durchschnittslinien wie die 38-, 100- oder auch 200-Tage-Linie.

Anleger achten auf sich wiederholende Kursmuster

Die Erfahrung zeigt nämlich, dass bei solchen Marken häufig viele Anleger schon mit einer Kauforder Gewehr bei Fuss stehen, um im Fall einer Hürde einzusteigen. Im Idealfall führt das zu deutlich steigenden Orderzahlen und zu kräftigen und schnellen Kursgewinnen. Je deutlicher solche Kursverläufe in der Vergangenheit bei einzelnen Titeln bereits waren, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer erneuten Wiederholung kommen wird. Denn immer mehr Anleger erwarten dann solche Kursmuster, und das führt zur bekannten «self fulfilling prophecy» – zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

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Jetzt zum Jahresende möchte die Redaktion von stocksDIGITAL erneut ein paar vielversprechende Aktien für den Ausbruch vorstellen. Bei folgenden SMI -Mitgliedern könnte es zu einem schnellen Kursschub kommen:

ABB

Nach der Korrektur Ende November ist jetzt die Unterstützungszone um 17 Franken so gut wie erreicht. Von diesem Kurslevel aus konnte die Aktie des Elektrokonzerns in den letzten drei Jahren bereits dreimal in den folgenden ein bis zwei Monaten wieder Zonen um 20 Franken oder mehr erreichen.

Richemont

Seit April 2013 zeigte die Aktie des Luxuskonzerns bereits dreimal ein glasklares Kursmuster: Schnelle Rücksetzer um etwa 10 bis 20 Prozent auf die Marke um 70 Franken und dann auch wieder eine schnelle Kurserholung auf Level jeweils wieder im Bereich von zumindest 85 Franken. Im November und Anfang Dezember ist es nun zum vierten Rücksetzer gekommen. Technisch orientierte Anleger steigen ein und spekulieren auf eine erneute Wiederholung des bekannten Kursverhaltens.

Credit Suisse

Der Aktienkurs der Bank erodiert seit Monaten, und jetzt ist die Unterstützung bei 20 Franken wieder erreicht. Vor wenigen Tagen konnte der Titel von dieser Marke aber schon leicht nach oben drehen. Anleger setzen darauf, dass es wie zuletzt Ende 2012 und Anfang 2015 von dort zu einem Schub kommen wird. Möglicherweise werden schnell wieder 25 Franken drin sein.

LafargeHolcim

Nach einem Zwischenhoch im November ist die Aktie des Baukonzerns nun erneut zurückgekommen und notiert im Bereich der Unterstützung und psychologischen Marke von 50 Franken. Da stehen die Chancen gut, dass es wie schon im Januar und Juli 2012 sowie im Oktober 2015 erneut zu schnellen Steigerungen kommen wird. 10 Prozent Kursgewinn könnten drin sein.

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Swatch

Die Aktie des Uhrenherstellers ist zwar vor wenigen Tagen knapp unter die starke Unterstützung um 350 Franken gerutscht und notiert damit im Bereich ihres Vierjahrestiefs, doch seit Ende 2012 konnte das SMI-Mitglied von diesem Kurslevel bereits fünfmal abheben. Da waren regelmässig bald wieder Notierungen um 400 Franken erreicht.

Swisscom

Der Telefonkonzern ist zwar ebenfalls unter eine wichtige Unterstützung und psychologische Marke gefallen – konkret: In die 500-Franken-Zone –, doch beim Zweijahrestief bei rund 470 Franken war Schluss mit dem Kursverfall: Die Aktie konnte sich in den letzten Tagen wieder an die 500er-Zone heranpirschen. Anleger spekulieren darauf, dass die Marke noch im 2015 oder Anfang 2016 fallen wird und dass es den Kurs danach um weitere 5 bis 10 Prozent nach oben ziehen wird. 

Transocean

Nach dem angekündigten Rückzug von der Schweizer Börse im ersten Quartal kam die Aktie des Energiekonzerns zwar seit Anfang Dezember unter Druck, doch der Titel wird weiterhin an der NYSE in New York gehandelt. Bei Kursen von 60 Prozent unter dem Buchwert scheinen die weiteren Risiken begrenzt vorhanden zu sein. Vom aktuellen Level um 12/13 Franken aus ist es seit Juli bereits viermal zu schnellen Erholungsrallys mit Kurssteigerungen von jeweils zumindest rund 10 Prozent gekommen.

Zurich Insurance

Auf einen raschen Rebound von der starken Unterstützung und wichtigen psychologischen Marke bei 250 Franken können Anleger auch bei Zurich Insurance spekulieren. Spätestens die mögliche Bestätigung einer erneuten Dividendenzahlung von 17 Franken je Aktie und damit einer hohen Dividendenrendite von 6,8 Prozent im März oder Anfang April dürfte den Kurs beflügeln.

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