Szenario Gesamtmarkt: Ein Schub jagt derzeit den nächsten – und zwar nach unten. Nur wenig Erholungsversuche machte der SMI seit die Korrektur am 1. Oktober einsetzte. Insgesamt steht nach nur zwei Wochen schon ein Verlust von rund 700 Punkten oder 8 Prozent zu Buche. In dieser dynamischen Abwärtsbewegung gingen mehrere Supports zu Bruch. Als wichtige Unterstützung kommt nun die 8000er-Marke ins Spiel, in deren Nähe auch jene des 100-Tage-Durchschnitts verläuft. Das aktuelle Chartbild weckt schmerzhafte Erinnerungen an 2011. Damals verlor der SMI – ebenfalls im Zuge von Konjunktursorgen – innerhalb weniger Wochen mehr als einen Fünftel an Wert. Danach setzte aber ein jahrelanger Aufwärtstrend ein, der bis vor kurzem Gültigkeit hatte.

Das Produkt: Es ist gut möglich, dass der Markt nach dem Durchbrechen der 8000er-Marke noch weiter an Boden verlieren wird. Zwischenzeitliche Erholungsversuche können natürlich nicht ausgeschlossen werden. Mit dem Mini Future Short (ISIN CH0249558526) der RBS lässt sich auf einen weiteren Fall nach unten wetten. Das Open-End-Produkt verfügt über einen Hebel von 6,8, der Stop-Loss-Level befindet sich bei 9130 Punkten.

Roche auf Wachstumskurs

Szenario Gleich drei SMI-Mitglieder gaben am Donnerstag Einblick in ihre Bücher: Der Agrochemiekonzern Syngenta sowie die Schwergewichte Nestlé und Roche. Die Letztgenannte konnte wie bereits in den beiden Quartalen zuvor die Erwartungen leicht übertreffen. Die ersten neun Monate zusammengenommen steigerte Roche ihren Umsatz unter Ausschluss von Wechselkurseffekten um 5 Prozent und liegt damit am oberen Ende der angepeilten Wachstumsspanne. Folglich hält der Pharmakonzern an seiner Jahresprognose fest. Gewinnzahlen wurden keine veröffentlicht.

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Das Produkt: Da auch die Roche-Genussscheine nicht von der Marktkorrektur verschont geblieben sind, weisen viele gebrauchte Renditeoptimierungsprodukte wieder attraktive Konditionen auf. Zum Beispiel der Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0242687637) von Julius Bär. Das Produkt stellt eine Renditechance von 6,7 Prozent oder 9,6 Prozent p.a. bis zum Laufzeitende Anfang Juli 2015 in Aussicht. Der Risikopuffer liegt bei knapp 15 Prozent. Sollte die Barriere bei 224.57 Franken brechen, muss Roche am Ende mindestens auf dem Startniveau notieren, damit der Nominalwert vollständig zurückbezahlt wird.