Aluminium: 5 Prozent Preisanstieg seit Anfang Februar. Platin: Ebenfalls ein Preisplus von rund 5 Prozent auf Monatssicht. Kursgewinne auch bei Gold und Silber. Beide Edelmetalle zogen in den letzten Wochen jeweils um 10 Prozent an. Dann Öl. Insbesondere die US-Sorte WTI konnte in den letzten Wochen stark zulegen und verbucht seit Mitte Januar ein Preisplus von 11 Prozent. Der Preis für Lebendschweine ist in zwei Wochen um 20 Prozent gestiegen, Lebendrind schaffte seit dem Jahresanfang ein Plus von 10 Prozent. Mais, Zucker, Sojabohnen und Weizen klettern ebenfalls. Der Kaffeepreis ist seit Februar sogar um 50 Prozent explodiert.

Egal, ob Industrie- oder Edelmetalle, Energie oder Soft Commodities – Rohstoffe erleben derzeit einen Wiederaufschwung. Waren die Preischarts der Güter 2013 häufig in einem klaren Abwärtstrend, so beobachten Anleger seit dem Januar eine Trendwende mit deutlich steigenden Rohstoffkursen – und zwar auf breiter Front.

Hedge Funds steigen ein

Viele Anleger fragen sich deshalb: Steht eine Renaissance der Rohstoffe bevor? Auf jeden Fall scheinen Spekulanten – insbesondere Hedge Funds – diese Assetklasse Anfang des Jahres wiederentdeckt zu haben. Nach Angaben der SaxoBank stieg die spekulative Netto-Long-Position bei 24 wichtigen Rohstoffen in den letzten sechs Wochen um 28 Prozent. Bei einzelnen Rohstoffen war teilweise sogar ein dramatischer Umschwung zu beobachten. Gab es nach Angaben der Bank beispielsweise bei Getreide Anfang des Jahres noch eine Netto-Short-Position von 11'000 Kontrakten, so hat sich diese inzwischen in eine Netto-Long-Position von rund 200'000 Kontrakten gedreht.

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Während eine spekulative Netto-Short-Position eher darauf hinweist, dass Spekulanten fallende Kurse erwarten, deutet eine Netto-Long-Position auf das Gegenteil: Hedge Funds und andere Spekulanten setzen auf steigende Kurse. Einen deutlichen Anstieg der Long-Positionen war aber nicht nur bei Agrarrohstoffen zu beobachten, sondern auch bei Energie. Hier berichtet die SaxoBank über einen Anstieg von 798'000 auf 840'000 Kontrakte.

Wetter löst Kurskapriolen aus

Allerdings ist die Preisentwicklung bei einer Reihe von Rohstoffen auf die Witterung zurückzuführen. So löste das kalte Wetter in den USA nicht nur eine hohe Nachfrage nach Heizöl – und damit steigende Preise bei WTI – aus, sondern auch die Furcht vor einer schlechten Getreideernte. In Brasilien hingegen sorgten der heisseste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die geringsten Niederschläge seit 20 Jahren für eine Senkung der Ernteerwartungen bei Kaffee, Zucker und Sojabohnen.

Bei Gold und Silber schliesslich mischen nach den Kurssteigerungen der letzten Wochen nun auch wieder Anleger mit Momentum-Strategien und mit technischen Strategien mit. Immerhin konnten beide Edelmetalle Mitte Februar nicht nur die 200-Tage-Linie überspringen und damit ein Kaufsignal generieren, sondern auch noch ihren Abwärtstrend nach oben durchbrechen. Technisch orientierte Anleger könnten deshalb den Sprung über den nächsten Widerstand bei Gold im Bereich von 1340 Dollar je Unze und bei Silber bei 22 Dollar je Unze für weitere Käufe nutzen.

Auf neue Chartimpulse setzen

Ob ein neuer, längerandauernder Run bei Rohstoffen bevorsteht, ist zwar, etwa wegen der Wetter- und Konjunkturabhängigkeit dieser Assetklasse, noch nicht sicher – kommen aber beispielsweise von der Konjunkturseite positive Signale, könnte das weiter beflügeln. Spekulativ orientierte Anleger setzen deshalb schon jetzt auf die Überwindung wichtiger Charthürden und auf darauf folgende weitere Preissteigerungen.

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Gold

Der Call (CH0229540379, Fälligkeit 20.6.14, Knock-out und Basispreis je 1175 Dollar, Bezugsverhältnis 100:1) bietet schöne Gewinnchancen, falls der Goldpreis über den Widerstand bei 1340 Dollar je Unze springt. Immerhin sind mit dem Call bei Goldpreissteigerungen bis 1400 Dollar rund 50 Prozent Plus drin. Bei Kursen unter 1280 Dollar steigen vorsichtige Anleger aber aus.

Silber

Der starke Widerstand bei Silber bei 22 Dollar ist zum Greifen nah. Springt das Edelmetall über die Hürde, könnte das einen schnellen Schub Richtung 23 Dollar je Unze bringen. Mit einem Call (CH0235637250, Fälligkeit 13.6.14, Basis und Knock-out jeweils 18 Dollar, Bezugsverhältnis 4:1) wären dann etwa 60 Prozent verdient.

Brent-Öl

Der Preis der Öl-Sorte Brent konsolidiert mehr und mehr in einer Dreiecksformation. Da könnte es schon bald zum Ausbruch nach oben kommen (Call auf Brent, CH0214859214, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out 100,81 Dollar).

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