Szenario Gesamtmarkt Es bleibt dabei: Die 38-Tage-Linie ist momentan der zentrale Stolperstein für den SMI. Seit annähernd zwei Wochen müht sich der Leitindex vergeblich, den gleitenden Durchschnitt zu überwinden. Immerhin konnten die 20 Blue Chips in den vergangenen Tagen einmal mehr auf ein zwischen 8550 und 8600 Punkten verlaufendes Unterstützungsareal bauen. Insofern ist auch die Ende September eingeläutete Aufwärtsbewegung intakt, womit der Bereich um 8750 Zähler weiterhin als kurzfristiges Kursziel ausgerufen werden kann. Hier verläuft ein markanter horizontaler Widerstand.

Das Produkt Von einem erfolgreichen Ausbruch über die 38-Tage-Linie würde ein Long-Faktor-Zertifikat (ISIN DE000CZ33QD9) überproportional profitieren. Das Commerzbank-Derivat nimmt mit einem konstanten Hebel von vier an den täglichen Kursveränderungen des SMI teil. Anders als beim klassischen Warrant spielt die implizite Volatilität des Index bei der Preisfeststellung für das Zertifikat keine Rolle. Sollte der Index jedoch fallen, ist dennoch mit Verlusten beim Zertifikat zu rechnen.

Ein Rezept für den Renditedurst

Szenario Einzelwert Es ist eine Übernahme der Superlative: Für umgerechnet rund 100 Milliarden Franken möchte der weltweit grösste Brauereikonzern AB Inbev den Branchenzweiten SABMiller schlucken. Darauf haben sich die beiden Konzerne grundsätzlich verständigt. Kommt der Deal tatsächlich zustande, wird ein wahrer Biergigant entstehen, der nahezu einen Drittel des Weltmarktes kontrollieren könnte. Der seit mehreren Wochen laufende Übernahmepoker elektrisiert den gesamten Sektor. Auf Sicht von einem Monat hat sich der STOXX Europe 600 Food & Beverage Index um 9 Prozent verteuert. Zum Vergleich: Der breite europäische Aktienmarkt trat im selben Zeitraum auf der Stelle. Neben den beiden Protagonisten der geplanten Mega-Fusion sind in diesem Sektorgradmesser auch die Brauereikonzerne Heineken und Carlsberg zu finden. Hinzu kommen Spirituosenhersteller, beispielsweise Pernod Ricard sowie namhafte Lebensmittelunternehmen, allen voran die heimische Nestlé. Auf der Überholspur befindet sich der Sektor übrigens nicht erst seit dem Werben von AB Inbev um SABMiller. Schon in den ersten drei Quartalen des Börsenjahres zeigte der STOXX Europe 600 Food & Beverage Index eine klare Outperformance. Neben der Spekulation auf weitere Übernahmen könnte der eigentlich defensive Charakter dieser Branche den Index nun in Richtung Allzeithoch vom April treiben.

Das Produkt Mit einem Tracker-Zertifikat (ISIN CH0108347516) der UBS können sich Anleger die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie ins Portfolio holen. Das Derivat bildet das Sektorbarometer eins zu eins und ohne Laufzeitbegrenzung ab. Da keine Verwaltungsgebühren anfallen, stellt die Geld-/Briefspanne eine zentrale Kostenkomponente dar. Hier zeigt die Emittentin einen ordentlichen Durchschnittswert von 0,59 Prozent. Anleger profitieren bei dem in Euro denominierten Tracker auch von den Dividenden der Indexmitglieder. Anfallende Ausschüttungen werden netto in den Basiswert reinvestiert.

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