Die Welt ist wieder in Ordnung. Nachdem das für StocksDIGITAL von thescreener.com automatisiert geführte Musterdepot vor einer Woche kräftig unter die Räder gekommen war, gab es in den letzten Tagen schöne Kurssteigerungen. Das Wochenplus beträgt 1,6 Prozentpunkte.

Der SMI schaffte zwar mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent eine leichte Outperformance gegenüber dem Depot, das ist aber in allgemeinen Aufschwungphasen am Aktienmarkt nichts Besonderes. Die Blue Chips in den internationalen Leitindizes stehen in solchen Zeiten ganz oben auf der Liste der Anleger und können dadurch in der Regel schneller steigen als Titel jenseits der vielbeachteten Indizes.

Schmolz + Bickenbach: Wichtige Hürde im Chart ist erreicht

Dennoch gibt es im Depot einen ganz klaren Wochengewinner: Die Aktie von Schmolz + Bickenbach konnte in den letzten Tagen um rund 10 Prozent zulegen. Möglicherweise spekulieren dabei schon viele Anleger auf starke Quartalszahlen. Die Präsentation der Daten ist am 22. Mai.

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Auf jeden Fall ist die Aktie des Stahlkonzerns nun aus charttechnischer Sicht hochspannend: Seit November erreichte die Notierung nun bereits zum dritten Mal den Widerstand bei 1.33 Franken. Zweimal war der Kurs von dort wieder nach unten abgedreht. Vielleicht können überraschend gute Quartalszahlen nun doch endlich den Sprung über die Hürde auslösen.

Dätwyler hält an den Prognosen fest

Zu den Wochengewinnern zählen auch Logitech, Forbo, Leonteq, VP Bank und Ypsomed. Dätwyler konnte sein schönes Plus nicht halten und büsste in den letzten zwei Tagen deutlich an Wert ein. Dabei hatte Firmenchef Paul Hälg erst vor wenigen Tagen die Prognosen des Unternehmens für 2014 und auch mittelfristig bis 2017 bestätigt. Der Umsatz soll dabei von 1,3 Milliarden Franken in diesem Jahr auf 2,0 Milliarden Franken im 2017 steigen, die operative Marge von 10 bis 13 Prozent auf 12 bis 15 Prozent zulegen.

Trotz der freundlichen Börsenstimmung gab es im Depot mit Autoneum, Tecan und Komax auch ein paar Minuswerte. Nachdem Autoneum inzwischen schon 15 Prozent unter seinen März-Hochs notiert, bietet sich beim Zulieferer der Automobilindustrie angesichts eines erwarteten 14er-KGVs jetzt sogar wieder eine interessante Einstiegsgelegenheit.

Bei Komax hingegen sorgte der Dividendenabschlag – Ex-Dividende – am 12. Mai mit einer Rendite von 3,5 Prozent für schwächere Kurse. Das ist jedoch nicht unüblich: Durch Ex-Dividende verlieren Anleger nicht selten kurzfristig das Interesse an einer Aktie. Der Abschlag wird dann aber auch oft schnell wieder aufgeholt. Das ist eben wie im gesamten Depot: Die Börse ist keine Einbahnstrasse. Auf Gewinne folgen Verluste, nach Rückschlägen kommt die Erholung.

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