Szenario Gesamtmarkt. Das von der griechischen Regierung für Sonntag angesetzte Referendum bescherte dem SMI in den vergangenen Tagen kräftige Kursausschläge. Dabei tauchte der Index sogar unter die 200-Tage-Linie ab. Nachdem die 20 Blue Chips aber wieder am horizontalen Widerstand bei 8750 Punkten nach oben gedreht haben, konnten sie den viel beachteten gleitenden Durchschnitt zurückerobern. Einmal mehr stellt sich dem SMI nun die 9000er-Marke in den Weg. Beim Versuch, die Hürde zu überwinden, dürfte das Votum der Griechen zu den Forderungen der internationalen Geldgeber eine wichtige Rolle spielen.

Das Produkt Seit November konnte der SMI nach Überwindung der 9000er-Marke bereits viermal innert weniger Wochen kräftig zulegen und dabei in der Regel auf zumindest 9200 Punkte klettern. Zweimal kratzte der Index sogar an der 9400-Punkte-Marke. Mit einem Knock-out Call (ISIN CH0275063300, Basis und Knock-out jeweils 8500 Punkte, Laufzeit 18. September 2015, Bezugsverhältnis 500:1) setzen Anleger auf die Wiederholung dieses Kursmusters und zumindest auf schnelle 9200 Punkte im SMI. Bei einem 18er-Hebel wären da rund 40 Prozent Gewinn drin. Sollte der SMI aber unter die 8700-Punkte-Schwelle fallen, steigen vorsichtige Anleger aus.

Goldman Sachs traut Julius Bär Kursgewinne zu

Szenario Einzelwert Julius Bär steht vor einem Vergleich mit den US-Behörden. Daher bildet die Privatbank eine Rückstellung von 350 Millionen US-Dollar, die das Halbjahresresultat belasten wird. Die Analysten von Goldman Sachs werten diesen Schritt als positiv, da die Unsicherheit deutlich abnehmen würde. In einer aktuellen Studie rechnen sie zudem vor, dass Julius Bär überschüssiges Kapital in der Höhe von 316 Millionen Franken besitzt – das wären 3 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Alles in allem traut Goldman Sachs dem SMI-Mitglied dank einer optimalen Positionierung Volumenwachstum sowie hohe Renditen zu. Die Experten erhöhen daher ihr Kursziel um 3 auf 66 Franken. Daraus ergibt sich ein Aufschlag von rund 25 Prozent zum aktuellen Kurs.

Anzeige

Das Produkt Mutige Anleger setzen mit einem Call-Warrant (ISIN CH0282417119) darauf, dass die Bär-Aktie nach dem aktuellen Ausbruch über den technischen Widerstand bei 52/53 Franken weitere Kursdynamik entwickeln wird. Der Strike des kurz vor Weihnachten fälligen UBS-Derivats liegt bei 56 Franken und damit rund 4 Prozent über der aktuellen Notierung. Momentan führt diese Konstellation zu einem Hebel von 18. Achtung: Sollte die Privatbank bei der Vorlage der Semesterbilanz am 20. Juli enttäuschen oder die Aktie aus einem anderen Grund nachgeben, drohen überproportional hohe Verluste.