Endlich – der Knoten ist geplatzt! Nachdem die Angst um den möglichen Austritt Griechenlands den Schweizer Aktienmarkt den ganzen Juni über unter Druck gesetzt und seit Ende Mai Kursverluste von bis zu 7 Prozent gebracht hatte, ziehen die Notierungen jetzt nach der vorläufigen Einigung um den Verbleib der Griechen im Euro wieder an. Der SMI konnte inzwischen sogar das Mai-Hoch überspringen und ist auf dem besten Weg, das Achtjahreshoch vom April bei 9471 Punkten zu knacken. Und auch das Allzeithoch vom Juni 2007 bei 9531 Punkten ist nicht mehr wirklich weit entfernt.

Im SMI sind aber Dividenden nicht mit drin. Anders im SMIC – dem SMI cum dividend. Inklusive der ausgezahlten Dividenden standen Schweizer Blue Chips zwar auch hier im Juni unter Druck, doch die aktuelle Erholungsrally brachte dem SMIC nicht nur den Sprung über den Widerstand bei rund 17’330 Punkten, sondern am Donnerstag sogar ein neues Allzeithoch.

Schweizer Aktien auf Rekordfahrt

Auf Rekordfahrt ist auch der SPI. Im breiten Swiss Performance Index sind ebenfalls Dividenden drin und auch dieser Index steht nur noch wenige Punkte vor einem Allzeithoch. Fallen die alten Rekordhürden im SMI und SPI, könnte sich in beiden Indizes neue Kursdynamik aufbauen und den bestehenden Auftrieb noch verstärken. Etwas risikofreudigere Börsianer greifen deshalb zum Knock-out-Call auf den SMI mit 9er-Hebel (ISIN: CH0267749890, Basis und Knock-out jeweils 8451 Punkte, Laufzeit endlos).

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Wer wirklich spekulativ unterwegs ist, wählt sogar einen 16er-Hebel (ISIN: CH0283799507, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 8861,53 Punkte). Klettert der SMI nur auf 9600 Punkte, sind mit dem Call Gewinne von rund 20 Prozent drin.

10 Titel für schnelle Kursgewinne – 4-mal SMI …

Unter den Einzelwerten sind derzeit im SMI insbesondere aus charttechnischer Sicht folgende Titel besonders interessant:

Zurich Insurance: Die Aktie konnte im jüngsten Aufschwung die Marke von 300 Franken wieder knacken und am Mittwoch die 100-Tage-Linie nach oben durchbrechen. Anleger setzen darauf, dass hier das Siebenjahreshoch vom März bei 332 Franken bald erreicht wird.

Novartis: Die 100-Franken-Marke ist gefallen, das Allzeithoch vom April erreicht. Börsianer spekulieren auf eine Fortsetzung des Höhenflugs.

LafargeHolcim: Die Aktie des Baukonzerns konnte den Widerstand bei 75 Franken knacken und notiert nicht weit vom Zwölfmonatshoch bei rund 77 Franken. Fällt diese Hürde, könnte der Titel ganz schnell Kurse von 80 Franken anlaufen.

Actelion: Der Pharmakonzern schaffte am Donnerstag ein neues Allzeithoch und die Aktie weist mit einem Wert von 1,17 hohe relative Stärke aus. Zudem hat das SMI-Mitglied einen operativen Lauf mit positivem Nachrichtenfluss. Anleger setzen darauf, dass die Präsentation der Halbjahreszahlen am 21. Juli weitere Kursrekorde bringt.

… und 6 Favoriten aus dem SPI

Autoneum: Die Aktie des Zulieferers der Automobilindustrie hat nach den jüngsten Kursgewinnen die 38-Tage-Linie fast wieder erreicht. Möglicherweise springt der Titel schon in wenigen Tagen über die obere Begrenzungslinie des kurzfristigen Abwärtstrends – diese verläuft bei etwa 195 Franken – und durchbricht gleich danach auch wieder die Marke von 200 Franken. Das könnte einen neuen Schub auslösen.

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Bellevue Group: Der Finanzdienstleister konnte Mitte der Woche aus seiner engen kurzfristigen Seitwärtsrange nach oben ausbrechen und dabei auch die 100-Tage-Linie überspringen. Da könnte ganz schnell das Zwölfmonatshoch vom März bei 15,70 Franken drin sein.

Burckhardt Compression: Nach dem fundamental nicht wirklich begründbaren Kursrutsch im Juni um rund 20 Prozent hat die Aktie des Maschinenbauers wieder gedreht. Nach dem Sprung über die Marke von 350 Franken setzen Anleger darauf, dass der Kurs jetzt, wie schon dreimal in solchen Situationen seit März 2013, schnell wieder die 400er-Hürde erreichen kann.

Ein vielversprechender Rebound-Kandidat ist auch Daetwyler. Nachdem die Aktie von der Zone um 110 Franken nach oben abgeprallt ist, könnte es, wie schon mehrmals in ähnlichen Umschwungphasen seit Ende 2013, zu weiteren schnellen Kursgewinnen von 10 Prozent und mehr kommen.

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«Hopp oder Top», sagen Anleger bei Emmi. Entweder der Kurs des Milchverarbeiters dreht jetzt wie schon im August 2014 und im vergangenen Februar wieder nach oben – da wären Kursgewinne von etwa 15 bis 25 Prozent vorstellbar – oder die Kurserosion geht weiter. Deshalb mit Stop-Loss bei 280 Franken arbeiten. Fällt der Kurs unter diese Marke: aussteigen!

Nicht zu bremsen ist Ems-Chemie. Nach dem Ausbruch über den Widerstand bei 420 Franken vor wenigen Tagen fliegt die Aktie von einem Allzeithoch zum nächsten. Möglicherweise haben Börsianer hier jetzt schon die 500 Franken fest im Visier.

Für spekulative Anleger: Mögliche Kursgewinne lassen sich bei den meisten der genannten Titel natürlich auch mit Calls deutlich beschleunigen.