Szenario Gesamtmarkt

Die Stimmung in der Schweiz hellt sich in doppelter Hinsicht wieder auf: Zum einen legte der von der UBS herausgegebene Konsumindikator im August zum fünften Mal in Folge zu. Als Grund nennt die Bank einen Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen, was den Privatkonsum stützt. Zum anderen ist auch bei den Aktienkursen wieder Licht am Horizont zu erkennen. Nachdem der SMI erneut den Haltebereich bei 8250 Punkten erfolgreich getestet hat, drehte der Leitindex nach oben. Eine vollständige Entwarnung für die Bullen kann aber trotzdem nicht gegeben werden, der SMI ist nun nämlich in der Widerstandszone bei 8500 Punkten angekommen. Ein bullishes Signal wäre, wenn die Blue Chips die 38-Tage-Linie bei 8750 Punkten überwinden könnten. An diesem gleitenden Durchschnitt ist der SMI im September aber schon mehrmals gescheitert.

Das Produkt

Die Credit Suisse hat noch bis zum 9. Oktober ein interessantes SMI-Produkt für risikoscheue Anleger in der Zeichnung: Eine 100-Prozent-Pro-Note (ISIN CH0248750066). Das Produkt bietet innerhalb der fünfjährigen Laufzeit eine vollständige Partizipation an einem positiven Kursverlauf des SMI. Auf der Unterseite ist das Kapital zu 100 Prozent am Schlussfixing vom 12. Oktober 2020 geschützt. Komplett gefahrlos geht es aber dann doch nicht: Das Zertifikat lautet auf US-Dollar, sodass Franken-Anleger das Wechselkursrisiko USD/CHF tragen müssen.

Roche – Erfolge am laufenden Band

Szenario Einzelwert Schlag auf Schlag geht es derzeit bei Roche. Neben positiven Daten zur Krebs-Immuntherapie «Atezolizumab», die deren Wirksamkeit bei Lungen- und Blasenkrebs belegten, geht es auch bei «Ocrelizumab» aufwärts. Das Medikament erwies sich in spätklinischen Tests der Phase III bei einer schwer zu behandelnden Form der multiplen Sklerose (MS) als wirksam. Roche zufolge verlangsamt das Präparat das Fortschreiten der sogenannten primär progredienten MS und erreichte damit das Hauptziel der Studie. Noch gibt es für diese Art der Erkrankung, an der etwa jeder zehnte MS-Patient leidet, noch keine zugelassene Therapie. Das in Basel ansässige Unternehmen möchte Anfang 2016 einen entsprechenden Antrag stellen. Analysten trauen Ocrelizumab Milliardenumsätze zu.

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Das Produkt Passend zu diesen positiven Meldungen hat Julius Bär kürzlich ein Outperformance-Zertifikat (ISIN CH0243417851) auf den Markt gebracht. Das Papier hebelt die Bewegung des SMI-Titels ab dem Strike bei 259.10 Franken um den Faktor zwei. Die Aktie steht aktuell nur knapp darunter, sodass das Produkt schon bald den Turbo zünden könnte. Die Gewinnchance nach oben ist durch ein Cap begrenzt. Allerdings befindet sich dieses erst bei 286.30 Franken, also 13 Prozent vom derzeitigen Niveau entfernt. Die Laufzeit des Derivats endet in sechseinhalb Monaten, am 11. April 2016.