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So erzielen Sie attraktive Renditen in Franken

Absicherungen gegen Währungsschwankungen sind für Anleger zentral. keystone

Nicht nur Eidgenossen, sondern auch auf Schweizer Franken lautende Investment-Grade-Unternehmensanleihen werfen derzeit negative Renditen ab. Für frankenbasierte Anleger muss das kein Nachteil sein.

Von Olivier Debat*
am 28.10.2016

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die künftigen Erträge eines auf Schweizer Franken lautenden Obligationenportfolios zu verbessern und gleichzeitig ein Investment-Grade-Risikoprofil und eine moderate Laufzeit beizubehalten.

Die erste Lösung ist die traditionelle Methode. Sie besteht darin, ein in Euro oder in US-Dollar denominiertes Obligationenportfolio gegen das Wechselkursrisiko abzusichern. Im derzeitigen Umfeld bietet eine solche Absicherungsstrategie frankenbasierten Anlegern höhere Renditen, ohne dass sich dabei das wirtschaftliche Risiko (d.h. das Risiko im Zusammenhang mit der Art des Emittenten, dem Bonitätsrating, der Laufzeit und der Zinssensitivität) ändert.

Mit dieser Methode kann ein frankenbasierter Investor von den positiven Renditen von in Euro (+0.6%; alle Werte beziehen sich auf den 30. September 2016) und US-Dollar (+2.3%) begebenen Investment-Grade-Anleihen profitieren. Währungsabgesichert werfen diese Papiere eine leicht positive Rendite in Schweizer Franken ab. Allerdings sind die Absicherungskosten sehr hoch. Sie belaufen sich auf -2.3%, um sich beispielsweise gegen Schwankungen des USD/CHF-Wechselkurses abzusichern.

Vermeidung von Absicherungskosten

Eine etwas effizientere Methode bietet die zweite Lösung, mit der Anleger Kosten für die Absicherung gegen Wechselkursrisiken vermeiden können. Bei dieser Strategie werden liquide Standardderivate eingesetzt. Über Zinsfutures und Investment-Grade-CDS-Indizes kann ein Anleger ein Engagement in Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit 5-jähriger Laufzeit eingehen, das ein ähnliches wirtschaftliches Risiko aufweist wie eine Position in traditionellen Anleihen. Die Kosten für die Währungsabsicherung fallen jedoch weg.

Die Investition erfolgt direkt in Schweizer Franken und der Anleger muss lediglich die Liquiditätskosten in Schweizer Franken bezahlen, d.h. -0.75% anstatt -2.3%, die die Absicherung gegen Schwankungen des USD/CHF-Wechselkurses kosten würde. Gemeinhin ist dies eine attraktive Lösung, um die Erträge eines Portfolios von auf Schweizer Franken lautenden Investment-Grade-Unternehmensanleihen zu steigern.

Ertragssteigerung durch den Einsatz von Derivaten

Anleger können derzeit mit Fonds, die Kredit- und Zinsderivate einsetzen, eine höhere künftige Rendite erzielen als mit der traditionellen Methode, die vorsieht, auf US-Dollar lautende Anleihen zu erwerben und sich gegen das Wechselkursrisiko abzusichern.

Der Renditevorteil der in Schweizer Franken lautenden Wertpapiere beläuft sich dabei auf 1.0% (1.9% gegenüber 0.9%), indem Anleger von Carry- und Rolldown-Effekten profitieren können. Seit Jahresbeginn erzielte diese Strategie eine Rendite von 2.7 Prozent nach Abzug der Gebühren.

*Olivier Debat, Senior Investment Specialist, Union Bancaire Privée (UBP)

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