Szenario Gesamtmarkt: Die Entspannung in der Ukraine-Krise katapultierte den SMI zurück in das – wie vergangene Woche bereits an dieser Stelle skizziert – wichtige 8500er-Terrain. Damit gelang dem Index nicht nur der Sprung über die 200-, sondern auch über die 100-Tage-Durchschnittslinie. Dennoch ist der Weg für den SMI nach oben noch nicht frei. Der Bereich um die 8500 Punkte beschäftigt die Blue Chips schon das ganze Jahr über. Bis Ende Mai musste sich der Index immer wieder gegenüber dieser Barriere geschlagen geben. Sollte es aber kurzfristig zu keinen exogenen Störfaktoren kommen, haben die Standardwerte gute Chancen, um sich weiter nach oben entwickeln zu können. Das nächste charttechnische Ziel liegt bei auf der Oberseite bei 8650 Punkten, die Zone bei 8350/8400 Zählern fungiert als Support.

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Das Produkt: Der Knock-out-Call-Warrant (ISIN CH0248894526) der ZKB auf den SMI ermöglicht eine Partizipation mit Hebel 15. Der Knock-out-Level liegt bei 8000 Punkten und damit etwas mehr als 5 Prozent vom aktuellen Kursniveau entfernt. Das Derivat eignet sich nur für eine kurzfristige Spekulation nach oben, die Laufzeit endet nämlich bereits am 19. Dezember 2014.

Swisscom erhöht die Prognose

Szenario Einzelwert: Als letzter der SMI-Konzerne präsentierte Swisscom am 20. August seine Zahlen für das zweite Quartal. Der Telekomriese sorgte mit seinen Daten zudem für einen positiven Abschluss in einer eher durchwachsenen Berichtssaison. Der Umsatz legte um 0,6 Prozent zu, das operative Ergebnis (Ebitda) überproportional um 4,7 Prozent. Auch auf Sicht von sechs Monaten kam der Profit schneller voran als die Erlöse. Von Januar bis Juni erwirtschaftete Swisscom einen operativen Gewinn von rund 2,2 Milliarden Franken, ein Plus von 4 Prozent. Zu verdanken ist das dem Markterfolg der Mobilfunktarife und der Fernsehangebote. So stieg die Zahl der Abonnenten von Swisscom TV um einen Fünftel an. Der Konzernumsatz zog von Jahresanfang bis Ende Juni um 2 Prozent auf 5,7 Milliarden Franken an. Die guten Zahlen veranlassten den Konzern, die Gewinnprognose leicht anzuheben. So soll das Ebitda 2014 nun bei 4,4 Milliarden Franken liegen, 50 Millionen Franken mehr als bislang angepeilt.

Das Produkt: Mit dem leicht offensiv ausgerichteten Discount-Zertifikat (ISIN CH0242065479) der Notenstein Privatbank profitieren Anleger bereits von einer Seitwärtsbewegung der Swisscom-Aktie. Notiert der Valor am Laufzeitende unverändert, wirft das Rabattpapier eine Rendite von 9,35 Prozent p.a. ab. Sollte Swisscom bis zum 12. Mai 2015 den Cap bei 532 Franken erreichen, ist der Maximalertrag von 11,51 Prozent p.a. erreicht. Der Discount beträgt aktuell 6,3 Prozent.