Der Aufwärtstrend hält an. Auch in der vergangenen Woche verbuchte das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot Gewinne. Die YTD-Performance – seit Jahresanfang – verbesserte sich dabei von 0,6 auf 1,0 Prozent. Dadurch lief das Portfolio in etwa im Gleichschritt mit dem breiten Schweizer Aktienmarkt, der mit dem SMI YTD um 0,9 Prozentpunkte steigen konnte.

Wie schon in der letzten Ausgabe vermutet, ist es infolge Übernahmeangebot für Swisslog durch den deutschen Anlagenbauer Kuka zu kräftigen Kurssteigerungen beim Logistikkonzern aus Buchs gekommen. Mittlerweile liegt die Aktie um rund 10 Prozent im Plus.  

Swisslog – die Phantasie bleibt bestehen

Kuka will 1.35 Franken für Swisslog-Aktien bezahlen. Das förmliche Kaufangebot an die Swisslog-Aktionäre soll voraussichtlich am 6. Oktober vorliegen. Kuka will aber nur kaufen, wenn sie zumindest zwei Drittel der Swisslog-Aktionen bekommt. Aktuell notiert Swisslog in der Höhe des Angebotspreises. Anleger spekulieren darauf, dass nicht nur die Zwei-Drittel-Mehrheit problemlos zustande kommen wird, sondern dass in den nächsten Monaten weitere Übernahmephantasie für zusätzliche Kursdynamik bei Swisslog sorgen kann. Auf jeden Fall schaffte der Logistikexperte durch das Kaufangebot einen prächtigen Einstand seit der Depotaufnahme vom 23. September.

Schöne Kursgewinne von zwischenzeitlich rund 10 Prozent brachte in den letzten Tagen auch die Aktie von Leonteq. Hochoffizielle Unternehmensmeldungen liegen als Begründung für die Steigerungen nicht vor. Technisch lässt sich jedoch der Kurssprung gut erklären. Nach Überwindung der wichtigen psychologischen Marke bei 200 Franken entwickelte die Aktie des Finanzdienstleisters eine starke Dynamik und kletterte bis in den Bereich des Widerstands und Allzeithochs im Bereich von 215 Franken. Die Aktie scheiterte jedoch an dieser Hürde und gab in den letzten Tagen wieder deutlich nach. Möglicherweise erleben Börsianer jetzt aber, wie schon mehrfach in der Vergangenheit, einen Rebound von der 200-Franken-Marke, die von oben her betrachtet nun als Unterstützung fungiert.

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Die Aktie von Interroll im technischen Schwebezustand

Technisch betrachtet, befindet sich die Aktie von Interroll derzeit nach wie vor in einem Schwebezustand. Anleger fragen sich: Wird die Notierung nun die Marke von 550 Franken nach oben durchbrechen können und danach wieder Fahrt aufnehmen oder wird der Kurs an dieser Hürde scheitern und danach noch weiter in die Trading Range zurückfallen. Diese Handelszone liegt seit Januar überwiegend im Bereich zwischen 525 und 575 Franken. Vor dem Einstieg warten vorsichtige Anleger einen Rückgang auf die untere Linie der Range oder ein Durchbrechen der 550er-Marke ab.  

Charttechnisch etwas angeschlagen, ist derzeit die Aktie von Schmolz + Bickenbach. Der Kursrückgang unter die Unterstützung bei 1.20 Franken eröffnet die Gefahr eines weiteren Abtauchens auf etwa 1.10 Franken. Da es beim Stahlexperten operativ wieder besser läuft, könnte diese Marke einen Rebound auslösen. Fundamental orientierte Anleger spekulieren auf erneut erfreuliche Quartalszahlen. Die nächsten Daten werden am 20. November präsentiert.

Mehr zur Systematik des Musterdepots finden Börsianer unter thescreener.com.