Rote Vorzeichen im Portfolio. Das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot büsste in der vergangenen Woche einen halben Prozentpunkt ein und rutschte dabei seit dem Jahresanfang leicht von +2,1 auf +1,7 Prozent Wertgewinn ab. Gleichzeitig konnte der breite Schweizer Aktienmarkt mit dem SMI seit dem Januar etwas zulegen und von 5,7 auf 6,8 Prozent Plus steigen.

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Zu den Verlierern der vergangenen Woche zählen vor allem Interroll, Logitech, Schmolz + Bickenbach und Sika. Logitech hatte am Mittwoch sogar Positives zu vermelden. Die Schweizer Börse hat nämlich die Frist, bis zu der das IT-Unternehmen seinen Jahresabschluss vorlegen darf, auf den 3. November verlängert. Die Bekanntgabe dieser längeren Gnadenfrist brachte der Aktie von Logitech schnelle Kursgewinne von rund 5 Prozent. Anleger haben nun diesen Termin auf ihrer Watchlist.

VP Bank mit Neugeldzufluss

Wochengewinne verbuchte die VP Bank. Das ist erstaunlich, weil der Titel zuerst zwei Monate lang gar nicht vom Fleck gekommen ist. Mitte August fiel er dann um rund 5 Prozent nach unten, und jetzt hat er das Minus wieder aufgeholt. Die Halbjahreszahlen der Bank waren – wie oft bei Finanzinstituten – geprägt von Zahlen auf der Basis unterschiedlicher Grundlagen. So fiel zwar der Halbjahresgewinn des Instituts von 28,3 auf 11,1 Millionen Franken, doch auch nach der Bereinigung um Verluste aus dem Zinsabsicherungsgeschäft lag das Ergebnis nach sechs Monaten immer noch bei 19,5 Millionen Franken.

Und ebenfalls bereinigt um diesen Effekt stieg der Bruttoerfolg um 2,5 Prozent. Operativ einfacher zu deuten, ist die Entwicklung des betreuten Kundenvermögens. Das stieg nämlich gegenüber dem Jahresende 2013 von 30,6 auf 31,4 Milliarden Franken. Die VP Bank erzielte dabei im ersten Semester sogar einen Netto-Neugeldzufluss in der Höhe von 236 Millionen Franken. Die Bank bleibt damit auf Kurs, zwischenzeitliche irritierende Gewinnänderungen aufgrund diverser vorübergehender Bewertungsusancen sollten Anleger besser ausklammern.

Tecan – Anleger setzen auf den Capital Markets Day

Schön nach oben ging es auch mit den Aktien von Nestlé und Tecan. Während Nestlé nun nach dem jüngsten Aufschwung das Allzeithoch vom Mai und damit den letzten Widerstand geknackt hat, verharrt Tecan nach wie vor in ihrer Seitwärtsrange, die sich etwa im Dezember 2013 herausgebildet hat. Damit die Aktie des Laborzulieferers endlich wieder wirklich Dynamik entwickeln kann, müsste sie schon die Schiebezone zwischen etwa 100 und 110 Franken nach oben verlassen. Möglicherweise wird schon der Capital Markets Day vom 18. September in Zürich wichtige Impulse dafür liefern. 

Näheres zur Systematik des Musterdepots finden Sie unter thescreener.com.