Das automatisiert vom Researchhaus thescreener.com für stocksDIGITAL geführte Musterdepot hat das neue Jahr zwar mit einer negativen Performance begonnen, doch die klare Outperformance der Vergangenheit – 2015 von 21,2 Prozentpunkten gegenüber dem SMI – setzte sich auch in den ersten Handelstagen fort. Während nämlich der SMI seit dem Jahresstart mit -1,3 Prozent hinten liegt, ging das Portfolio lediglich um 0,7 Prozent zurück.

Im allgemein schwachen Marktumfeld verbuchten dabei die meisten Depotmitglieder Kursrückgänge und das in einer fast noch völlig meldungsfreien Zeit seitens der Unternehmen. Zu den grösseren Verlierern zählt die Aktie von Temenos. Der Spezialist für Bank-Software konnte sich zwar mit einem Verkaufserfolg mit der luxemburgischen Advanzia Bank gleich positiv im neuen Jahr zurückmelden, doch ein negativer Analystenkommentar trübt das Bild. So hat UBS nun das Rating für das Genfer Unternehmen auf Verkaufen gestellt.

Ypsomed – Partnerschaft in China wird intensiviert

Entgegen dem allgemein schwachen Börsentrend zeigte sich die Aktie unseres Depotüberfliegers Ypsomed in diesem Jahr immerhin stabil. Grund dafür dürfte die Mitte der Woche präsentierte Meldung sein, dass der Injektionsspezialist seine Partnerschaft mit seinem chinesischen Partner intensivieren will. Die Chinesen sollen dabei exklusiver Distributor für Teile der Ypsomed-Produktpipeline werden.

Für Ypsomed könnte das ein vielversprechender Schritt sein. Denn in China wächst die Zahl der Diabetiker rasant. Die Weltgesundheitsorganisation WHO prognostiziert bis 2030 einen Anstieg der Zuckerkranken in China um mehr als 40 Prozent auf rund 130 Millionen Menschen. Für die Ypsomed-Pen-Nadeln wäre das natürlich ein gewaltiger Absatzmarkt.

Tamedia – Spannung vor den Jahreszahlen

Immerhin: Trotz allgemeiner Kursrückgänge zeigt sich der Portfoliowert Tamedia mit Kursgewinn. Zwischenzeitlich lag die Aktie der Mediengruppe in diesem Jahr bereits mit rund 5 Prozent im Plus. Die Aktie des Konzerns aus Zürich läuft aber nach wie vor seit zwei Monaten in einer engen Seitwärts-Range zwischen 165 und 175 Franken. Anleger setzen darauf, dass der Kurs spätestens nach Vorlage der Jahreszahlen an der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz vom 15. März endlich aus dieser Trading-Range nach oben ausbrechen kann.