Szenario Gesamtmarkt Es bleibt dabei: Die 9000-Punkte-Marke ist für den SMI momentan eine hohe Hürde. Die Kombination aus psychologischer Bedeutung, horizontalem Widerstand sowie 200-Tage-Linie ist den Bullen offenbar zu viel. Allerdings lässt sich auch kein sonderlich starker Verkaufsdruck feststellen. Bereits an der Unterstützung bei 8800 Punkten dreht der Leitindex in dieser Woche nach oben. Auch wenn der MACD-Indikator etwas zu Vorsicht mahnt: Solange der SMI nicht deutlich unter den genannten Support zurückfällt, bleibt die Chance auf eine Jahresendrally intakt.

Das Produkt Sollten die 20 Blue Chips Fahrt aufnehmen, könnte ein Long Mini-Future (ISIN CH0269136211) der UBS seine Wirkung entfalten. Das Derivat partizipiert mit einem Hebel von aktuell 10,2 an steigenden Notierungen. Dreh- und Angelpunkt ist der Stop-Loss bei 8120,50 Zählern: Sobald der Basiswert auf diese Marke abtaucht, verfällt der Mini-Future, und seine Halter müssen sich mit einem kleinen Restwert begnügen. Auch wenn der SMI momentan um knapp einen Zehntel über dem Stop-Loss notiert, verliert das Produkt überproportional, sobald der Leitindex nachgibt.

Siemens – solides Zahlenwerk

Szenario Einzelwert Mit einem Kursgewinn von mehr als 3 Prozent quittierte der Aktienmarkt die Quartalszahlen von Siemens. Im Schlussquartal der Geschäftsperiode 2014/15 (per 30. September) verdiente der Konzern im Industriegeschäft mehr als erwartet. Damit ist es den Münchnern auch gelungen, das Margenziel für das Gesamtjahr (10 bis 11 Prozent) mit 11,3 Prozent zu übertreffen. Im Vergleich zum Konkurrenten ABB schlug sich Siemens gerade im Energietechniksegment wacker. Zwar bekommt das DAX-Mitglied ebenfalls Preisdruck und leicht rückläufige Bestellungen zu spüren, die Umsätze legten dennoch zu. Konzernweit möchte Vorstandschef Joe Käser die Erlöse währungsbereinigt im laufenden Geschäftsjahr leicht erhöhen und dabei ein Gewinnwachstum verbuchen. Zudem kündigte er einer Erhöhung der Dividende sowie ein Aktienrückkaufprogramm an.

Das Produkt Mit den jüngsten Avancen näherte sich die Siemens-Aktie der oberen Begrenzungslinie eines im März lancierten Abwärtstrends an. Auf den Ausbruch nach oben können Anleger mit einem Call-Warrant (ISIN CH0278918583) von Julius Bär spekulieren. Der Strike liegt bei 90 Euro, womit das Derivat bereits im Geld notiert. Aktuell bringt das im März fällige Papier einen Hebel von knapp 9 mit. Achtung: Sollte der Industrietitel von der Trendlinie nach unten abprallen, könnte es zu überproportionalen Verlusten kommen.