Gründe, warum die Aktienmärkte derzeit nicht mehr steigen, lassen sich viele finden. Zur Krise in der Ukraine und zu enttäuschenden Wirtschaftsnachrichten aus China kommt eine schwache Bilanzsaison in Europa. Noch lässt sich die erwartete Konjunkturerholung auf dem alten Kontinent in den Bilanzen der Unternehmen kaum erkennen.

«Während die Gewinne insgesamt leicht besser als erwartet ausgewiesen wurden, sind die Umsatzentwicklungen immer noch mehrheitlich enttäuschend», kommentiert Gabriel Bartholdi von der Bank J. Safra Sarasin und führt weiter aus: «In Anbetracht der nach unten angepassten Erwartung im Vorfeld der aktuellen Berichtssaison kann weder bei der Betrachtung der Gewinne noch bei den Umsätzen wirkliche Freude aufkommen.»

Schweizer Nebenwerte profitieren von Übernahmen

Mut macht hingegen der Verlauf der Akquisitionstätigkeiten der Unternehmen. Das globale Volumen des Geschäfts mit Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, M&A) ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen. Vor allem in den USA und in Europa gab es Zuwächse. Auch hierzulande ist der Übernahmemarkt in Bewegung. Dies gilt insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs), die im vergangenen Jahr 80 Prozent aller M&A-Transaktionen in der Schweiz ausmachten.

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«Das Ausbleiben von Mega-Deals schaffte den Raum für KMU als Schlüsseltreiber des Schweizer M&A-Marktes, eine Tendenz, die unseres Erachtens auch 2014 stark anhalten wird», sagt Deloitte-Experte Jean-François Lagassé. Damit stehen die Chancen gut, dass der SMIM seine jahrelange Outperformance fortsetzen kann. Auf Sicht von fünf Jahren liegen die 30 Mitglieder im Mid-Cap-Index der Schweizer Börse mit einem Anstieg von 90 Prozent um satte 15 Prozentpunkte vor dem SMI.

Günstiges M&A-Umfeld könnte Kurse weiter treiben

Auf internationaler Bühne mehren sich allerdings die grossen Geschäfte. Neben der prominenten Übernahme von Whats App durch Facebook und dem Paukenschlag in der Telekombranche – US-Kabelbetreiber Comcast kaufte die Nummer zwei, Time Warner Cable, – kam es zuletzt im Einzelhandel zu einer bemerkenswerten Übernahme. Der Finanzinvestor Cerberus kaufte die US-Supermarktkette Safeway für 9,4 Milliarden Dollar.

Dabei handelt es sich um eine der grössten fremdfinanzierten Übernahmen seit der Finanzkrise. Finden diese Beispiele Nachahmer, könnte sich das Thema M&A als Kurstreiber im Börsenjahr 2014 erweisen. Zumal sich auch die Bedingungen im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen derzeit überaus positiv darstellen. Faktoren wie niedrige Zinsen, mit der damit verbundenen hohen Liquidität, sowie ein stabiles Marktumfeld begünstigen in der Regel M&A-Aktivitäten. Vor allem Europa ist für Investoren höchst attraktiv, denn die Bewertungen vieler Unternehmen befinden sich aufgrund der langen Rezession immer noch weit unter dem historischen Durchschnitt.

Vom guten Lauf der Schweizer Mid-Caps profitieren

Anleger, die auf die Fortsetzung des guten Laufs der grossen Nebenwerte im SMIM setzen wollen, greifen zum Indexzertifikat. (ISIN: CH0019960134, Laufzeit endlos, Bezugsverhältnis 10:1).