Vor einem Jahr herrschte Eiszeit in Europa. Der Winter war endlos lang und kalt. Das sorgte nicht nur für trübe Stimmung der Bürger, sondern brachte auch schleppende Geschäfte in der Wirtschaft. Viele Branchen – insbesondere die Bauindustrie – klagten über die schlechte Witterung und konnten kältebedingte Umsatzrückgänge im Jahresverlauf oft nicht mehr wettmachen.

Jetzt herrscht Eiszeit in den USA. Im Januar gab es die schlimmste Kältewelle der letzten 20 Jahre. Am Rohstoffmarkt spiegelt sich das kalte US-Wetter in steigenden Preisen etwa für Getreide wider. Börsianer sehen wegen des strengen Winters schon jetzt Ernteausfälle voraus. Besorgt zeigt sich auch Janet Yellen. Die neue Chefin der US-Notenbank Fed sprach am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats von möglichen negativen Folgen des strengen Winters auf die Konjunktur in USA.  

US-Wirtschaft in robuster Verfassung

Doch allzu grosse Hoffnung auf ein vorübergehendes Aussetzen des im Dezember von der Fed eingeleiteten Ausstiegs aus der ultralockeren Geldpolitik machte Yellen nicht. Dafür sei eine «signifikante» Veränderung der konjunkturellen Perspektiven erforderlich. Abgesehen von steigenden Preisen für Agrarrohstoffe sieht es derzeit aber nicht nach gebremstem Wirtschaftswachstum aus. Der Immobilienmarkt boomt, die Preise für Häuser steigen mit zweistelligen Raten und schneller als von Experten erwartet. Und trotz der Kältewelle zu Beginn des Jahres in vielen Bundesstaaten war bei den neu registrierten Arbeitslosen kein Sprung zu verzeichnen. Die Neuzugänge beim Arbeitsamt schwankten seit Jahresstart vielmehr nur vergleichsweise gering zwischen 325'000 und 348'000.

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Auch die Börse kümmert sich offensichtlich nicht um das Winterwetter. Aber auch nicht darum, ob es bei der US-Notenbank mehr oder weniger Anleihenkäufe gibt. Seit Februar legte der Dow Jones um fast 10 Prozent zu und notiert inzwischen nur noch um wenige Punkte unter seinem Allzeithoch von Ende Januar bei 16'576 Punkten. Die Technologiebörse NASDAQ 100 notierte gestern auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2000, und der breite S&P 500 mit seinen 500 Mitgliedern markierte nun sogar ein neues Allzeithoch bei 1851 Punkten. 

Berichtssaison – viele positive Überraschungen

Wie Yardeni Research Anfang der Woche berichtete, konnten von den 442 S&P-500-Unternehmen, die bisher die Zahlen zum Schlussquartal 2013 gemeldet hatten, immerhin 65,6 Prozent beim Gewinn positiv überraschen. 23,1 Prozent legten schwächere Daten vor, als geschätzt worden war. Beim Umsatz übertrafen übrigens 63,0 Prozent der Firmen die Schätzung der Analysten. Den höchsten Überraschungsanteil beim Gewinn gab es danach übrigens mit 76,0 Prozent in der Finanzindustrie und mit 72,6 Prozent bei IT-Unternehmen. Mit jeweils einem Anteil von 50 Prozent schnitten Telekomfirmen hingegen am schlechtesten ab. 

Wie Yardeni weiter berichtet, verbuchte die US-Baustoffindustrie in der inzwischen fast abgeschlossenen Berichtssaison den grössten Überraschungseffekt. Die gemeldeten Gewinne je Aktie lagen im Durchschnitt um 14,4 Prozent über der Schätzung. Während Analysten nämlich einen Anstieg der Ergebnisse je Aktie in der Branche von im Durchschnitt 6,2 Prozent erwartet hatten, überraschten US-Bauzulieferer im vierten Quartal mit einem Gewinnplus von 21,5 Prozent.

US-Nebenwerte mit klarer Outperformance

Stark präsentiert sich aber nicht nur der S&P 500, sondern auch die mittelgrossen Titel im S&P-Mid-Cap-Index. Kaum beachtet von der öffentlichen Wahrnehmung klettern die grossen US-Nebenwerte seit Anfang 2013 um 26 Prozent, seit Anfang 2012 um 46 Prozent und in den letzten fünf Jahren um 175 Prozent. Sogar der performancestarke S&P 500 brachte es im selben Zeitraum nur auf ein Plus von 150 Prozent. Mit einem Index-Tracker-Zertifikat auf den S&P MidCap 400 (CH0184755608, Laufzeit endlos, nicht währungsgesichert), setzen Anleger auf einen weiteren ungebremsten Aufschwung der US-Nebenwerte und auf die Fortsetzung der klaren Outperformance gegenüber den grossen Blue Chips.  

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