Das war ein regelrechtes Blutbad! 7,0 Prozentpunkte verliert der SMI auf Wochensicht. Dass sich das vom Researchhaus thescreener.com automatisiert für stocksDIGITAL geführte Musterdepot diesem katastrophalen Börsenumfeld nicht entziehen kann, leuchtet ein.

Doch: Mit einem Wochenminus von 4,3 Prozentpunkten hält sich das Portfolio wesentlich besser als der breite Aktienmarkt, und die Outperfomance des Depots gegenüber dem SMI YTD – «year to date», seit dem Jahresanfang – steigt dadurch von 3,0 auf 5,7 Prozentpunkte.

Outperformance des Depots gegenüber dem SMI nimmt deutlich zu

In diesem Umfeld sind die Titel im Depot, die keine grossen Verluste ausweisen, schnell aufgezählt. Im Portfolio ist das lediglich die Aktie von Alpiq. Der stabile Lauf ist allerdings nicht Folge aktuell guter Unternehmensdaten, vielmehr läuft die Aktie des Energieversorgers bereits seit drei Monaten wie an einer Schnur festgezurrt in einer extrem engen Range um 105 Franken seitwärts. Mit 9,4 Prozent ist dabei die Volatilität dieses Titels kaum mehr zu unterbieten. Der VSMI, der die Schwankungsfreudigkeit des SMI wiedergibt, bringt es aktuell auf 32,3 Prozent.

Während der Energiekonzern aus Olten damit der einzige Stabilisator im Depot ist, hat es die Aktie von Swiss Life regelrecht zerlegt. Seit Anfang Februar zeigt der Kurs ein Minus von rund 20 Prozent. Damit sind die Kursgewinne, die der Versicherer im Zusammenhang mit dem angekündigten SMI-Aufstieg im März – als Ersatz für Transocean – noch zum Jahreswechsel schreiben konnte, infolge von Gewinnmitnahmen wieder völlig egalisiert. Da der Titel jedoch in einem meldungsfreien Vakuum abgerutscht ist, könnten möglicherweise starke Jahreszahlen und ein positiver Ausblick bei der Präsentation der Daten am 1. März wieder höhere Notierungen bringen.

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St. Galler Kantonalbank neu im Depot – die Aktie notiert unter dem Buchwert

Neues zu berichten, gibt es immerhin über die Zusammensetzung des Depots. So wurde Valiant mit einem Kursminus von 12,3 Prozent gegen Neuaufsteiger St. Galler Kantonalbank ausgetauscht. Das Geldhaus aus St. Gallen leidet zwar wie fast die gesamte Branche unter den Niedrigzinsen und entsprechend unter tiefen Zinsmargen, doch immerhin konnte das Institut seinen Gewinn im Halbjahr wegen starkem Handel und einem Erlös aus dem Verkauf der Anteile an Swisscanto um 15,5 Prozent auf 84,6 Millionen Franken ausweiten.

Die Aktie läuft auch im aktuell schwachen Börsenumfeld seitwärts. Bereits seit rund zwei Jahren kommt der Titel dabei nicht aus seiner engen Handelsspanne im Bereich von 350 Franken. Angesichts des hohen Buchwerts per Ende 2015 von geschätzt rund 375 Franken je Aktie und einer Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent dürfte das Risiko nach unten begrenzt sein. Möglicherweise kann die Notierung nach der Präsentation der Jahreszahlen am 17. Februar Fahrt aufnehmen.