Szenario Gesamtmarkt: Erstmals seit Ende 2007 ist dem SMI der Sprung über die Marke von 8700 Punkten gelungen. Damit steigen grundsätzlich die Chancen, dass der Leitindex den Widerstand bei 8800/9000 Punkten in Angriff nehmen wird. Allerdings lässt sich die Gefahr einer Überhitzung bei den heimischen Blue Chips nur noch schwer von der Hand weisen. Insbesondere der viel beachtete Trendfolge-Indikator MACD steht kurz vor einem Verkaufssignal.

Das Produkt: Für Anleger, die auf einen Rücksetzer beim SMI setzen möchten, bieten sich aufgrund der tiefen Volatilität Put-Warrants an. Kurz vor Weihnachten ist ein solcher Optionsschein (ISIN CH0226338595) der UBS fällig. Mit 8700 Punkten entspricht der Strike in etwa dem aktuellen Indexstand. Fallende Kurse beim SMI münzt der Warrant mit einem Hebel von 22,5 in Gewinne um. Achtung: Geht die Short-Wette nicht auf, drohen überproportionale Verluste.

Entscheidende EZB-Sitzung

Szenario Einzelwert: Die Europäische Zentralbank (EZB) liefert derzeit ein Lehrstück für die verbale Intervention. Wichtige Vertreter, darunter Notenbankpräsident Mario Draghi, deuteten Massnahmen gegen die zähe Kreditvergabe und das tiefe Inflationsniveau an. Die Statements zeigen Wirkung: Erstmals seit Februar fiel der Euro unter die Marke von 1,36 US-Dollar. Da die Einheitswährung damit auch die 200-Tage-Linie markant unterbot, könnte der Abwärtsdruck zunehmen. Zumal in der kommenden Woche die mit Spannung erwartete Juni-Sitzung der EZB ansteht. Dann könnte die Zentralbank neben einer Zinssenkung erstmals auch einen Negativzins für Bankeneinlagen beschliessen.

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Das Produkt: Auf fallende Notierungen beim Devisengespann EUR/USD ist ein Mini-Future Short (ISIN: CH0187214041) der ZKB ausgerichtet. Das Produkt bringt momentan einen Hebel von 10,8 mit. Von zentraler Bedeutung ist der dynamische Stop-Loss von aktuell 1,4738 US-Dollar. Sollte der Euro diese Marke erreichen, verfällt der Mini-Future vorzeitig. Anleger müssten sich in diesem Fall mit einem Restwert begnügen.