Szenario Gesamtmarkt Der SMI hat die vor einer Woche an dieser Stelle beschriebene Widerstandszone bei 8500 Punkten hinter sich gelassen. Erst an der 38-Tage-Linie liess die kurzfristige Aufwärtsdynamik nach. Damit bleibt dieser gleitende Durchschnitt ein zentraler Stolperstein für den Leitindex. Seit mehreren Wochen mühen sich die 20 Blue Chips vergeblich, ihn zu überwinden. Erschwerend kommt dabei hinzu, dass im Areal um 8750 Punkte eine horizontale Hürde auszumachen ist. Sollte der SMI dieses Widerstandsbündel überspringen können, wäre aus charttechnischer Sicht der Weg bis 8900 Zähler frei – hier verläuft aktuell die 55-Tage-Linie.

Das Produkt Kurzfristige Avancen in diese Richtung können Anleger mit einem Mini-Future Long (ISIN CH0269136211) ins Kalkül ziehen. Das UBS-Produkt partizipiert mit einem Hebel von aktuell 13,6 an steigenden Notierungen beim SMI. Derweil ist der dynamische Stop-Loss bei 8099 Punkten und damit knapp 6,5 Prozent unter dem Indexstand angesiedelt. Achtung: Sobald der Basiswert in diese Richtung nachgibt, laufen beim Derivat überproportionale Verluste auf. Sollte es zu einer Berührung des Stop-Loss kommen, verfällt der Mini-Future vorzeitig. Anleger würden dann nur noch einen kleinen Restwert ausbezahlt bekommen.

VW-Aktie macht Boden gut

Szenario Einzelwert Knapp zwei Wochen nach seinem Antritt ist es dem neuen Konzernchef von Volkswagen, Matthias Müller, gelungen, die Investoren etwas zu beruhigen. Nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals war die Autoaktie um bis zu knapp der Hälfte abgestürzt. Mit 86,36 Euro markierte sie am 5. Oktober den tiefsten Stand seit drei Jahren. Mittlerweile ist der Blue Chip jedoch in den dreistelligen Bereich zurückgekehrt. Gleichwohl zeigt er weiterhin eine extrem hohe Volatilität. In am Geld notierenden Optionen preisen die Marktteilnehmer eine Schwankungsbreite von mehr als 60 Prozent ein. Damit übertrifft VW die implizite Volatilität des DAX um annähernd das Dreifache.

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Das Produkt Unmittelbare Folgen hat die skizzierte Konstellation auf die Konditionen von Renditeoptimierungsprodukten. Beispielsweise hat die ZKB gerade einen Barrier Reverse Convertible (ISIN CH0295518218) auf die Vorzugsaktie von Volkswagen lanciert. Bei einer kurzen Laufzeit von sechs Monaten bringt das Derivat einen Coupon von 12,9 Prozent p.a. mit. Den Nominalwert in der Höhe von 1000 Euro zahlt die Kantonalbank unter folgender Voraussetzung sicher zurück: Der Basiswert fällt bis Mitte April 2016 nicht auf oder unter die Barriere bei 64,90 Euro. Damit verfügt das Produkt über einen Risikopuffer von nahezu 40 Prozent. Da die Volatilität das zentrale Preiselement dieses Derivats ist, würde allein eine Kursberuhigung bei VW zu steigenden Notierungen führen. Hingegen müssen Anleger mit Abschlägen rechnen, falls sich die Krise des Autobauers noch einmal zuspitzt.